Braunsbach Döttingen als Glücksfall: Gemeinde heißt Pfarrer willkommen

Pfarrer Frederic Guillet und seine Frau Miriam freuen sich auf die neue Herausforderung in Döttingen.
Pfarrer Frederic Guillet und seine Frau Miriam freuen sich auf die neue Herausforderung in Döttingen. © Foto: Corinna Janßen
Braunsbach / CORINNA JANSSEN 12.09.2013
Nach fünfmonatiger Vakanz ist die Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Braunsbach Nord wieder besetzt. Frederic Guillet hat zum 1. September die Nachfolge von Andreas Kopp angetreten.

Im Döttinger Pfarrhaus ist wieder Leben eingekehrt. Wenige Kisten stehen noch im Flur, doch schon bald werden auch diese ausgepackt sein. Frederic Guillet, der neue Pfarrer der Kirchengemeinde Braunsbach Nord, und seine Frau Miriam, ebenfalls Pfarrerin, freuen sich auf ihren neuen Lebensabschnitt.

Die Herzlichkeit und Offenheit des Kirchengemeinderats und der Gemeindeglieder haben das Ehepaar bereits beeindruckt. Nun gelte es, sich gegenseitig kennen zu lernen. Guillet wünscht sich, dass jeder, der möchte, sich mit seinen Gaben einbringt. "Seine Kirche selbst mitgestalten", lautet die Devise. Er möchte die Menschen spüren lassen: "Hier bin ich willkommen".

Dass es in Braunsbach schon viele gute Ideen gibt und Leute mit zahlreichen Gaben leben, davon hat sich Pfarrer Guillet bereits ein Bild gemacht. Seine Arbeit beginnt der 32-Jährige sehr zuversichtlich, da hier schon "viele tolle Schritte gemacht wurden". Es sei eine schöne Herausforderung.

Guillet ist als Katholik aufgewachsen. Gläubig sei er immer gewesen, betont er. Durch den Gitarrenunterricht bekam er den ersten Kontakt zur evangelischen Kirche und fühlte sich dort schnell zu Hause. Er half im Konfirmandenunterricht und hat dadurch die Arbeit eines evangelischen Pfarrers kennen gelernt. Seine Zukunftspläne, Lehramt (Mathe, Philosophie und Physik) zu studieren, hängte er an den Nagel, als er mit 19 Jahren einen Vikar kennenlernte, der ihn tief beeindruckte. Für ihn stand fortan fest: Er will evangelischer Pfarrer werden. Er wechselte die Konfession und meldete sich in Wuppertal zum Theologie-Studium an. Dort lernte er seine Frau Miriam kennen.

Theologie zu studieren, hat Guillet nie bereut. Nach seiner Studienzeit, die er auch in Paris und Göttingen verbrachte, begann er ein Vikariat in Allmersbach im Tal bei Backnang, seine Frau wenige Kilometer weiter in Großaspach. Das zweite theologische Examen haben beide im Mai dieses Jahres abgelegt.

Nach Hohenlohe kam das Ehepaar durch den Tipp eines Freundes. "Der war ein großer Fan dieser Gegend", erinnert sich Guillet. Beim Oberkirchenrat hätten sie als Regionswunsch Hohenlohe angegeben. Die Freude war demnach groß, als sie Bescheid bekamen, wo es hingehen wird. Döttingen sei ein richtiger Glücksfall gewesen, sind sich beide einig.

Miriam Guillet arbeitet als Pfarrerin zur Dienstaushilfe bei Dekanin Kruse in Schwäbisch Hall mit einem halben Dienstauftrag. Das würde sich mit der Arbeit ihres Mannes ideal ergänzen, meint die 28-Jährige. Sie möchte als Ehefrau des Pfarrers ein Teil der Kirchengemeinde Braunsbach Nord werden und freut sich auf viele Begegnungen.

Am Sonntag, 15. September, um 10 Uhr werden Frederic Guillet und seine Frau Miriam in der Döttinger Kirche offiziell willkommen geheißen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel