Viele kleine Schritte verändern die Welt: Stadtverwaltung und Stadtwerke Dinkelsbühl wollen die Aufgaben der städtischen Entwicklung nachhaltig angehen. Die Frage „Was wird bereits für den Klima- und Ressourcenschutz gemacht?“ soll im neuen Jahr ein Klimaschutzmanager mit beantworten.

„Was wir tun können, versuchen wir zu tun“, erläuterte Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer bei einem Pressegespräch. „Uns ist es wichtig, als Stadt Vorbildfunktion einzunehmen.“

„Für Gäste, Sitzungen und Besprechungen stehen ausschließlich fair gehandelter Kaffee und regionale Getränke auf dem Tisch“, führte Hauptamtsleiter Thomas Staufinger auf. „Beim Bezug der Waren sowie beim Catering wird auf örtliche Händler zurückgegriffen“, ergänzte er. Auch ein Plastikverbot bei Veranstaltungen wurde eingeführt.

Stadt hat bereits viele Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt

Als Beispiel, wie zuletzt Tausende Seiten Papier gespart wurden, nannte Kämmerer Walter Wegert die Einführung eines Sitzungsladungssystems. Man überprüfe gerade, inwieweit die Kopierer Recycling-Papier vertragen. Viele Schritte für mehr Klima- und Ressourcenschutz geht das Bauamt. Stadtbaumeisterin Gerhild Vonhold legte dar, dass die Festsetzungen für das neue Baugebiet Gaisfeld IV eine verdichtetere und ökologischere Bauweise vorsehen. Verkehrsflächen weichen Gemeinschaftsflächen, Wohnen und Arbeiten rücken durch die Schaffung eines Mischgebiets zusammen, Fassaden, Dächer und Grundstücksgrenzen werden grüner und versickerungsfähige Flächen stehen im Fokus, schilderte sie. Bürgerbus, Mitfahrerbänke sowie neue Radwege motivieren die Bürger, das eigene Auto stehen zu lassen.

„Stets haben wir in der Vergangenheit die neuesten Möglichkeiten und Förderungen genutzt“, führte technischer Stadtwerke-Leiter Andreas Karl die Punkte Biomasse-Blockheizkraftwerk, LED-Umstellung, E-Ladesäulen und E-Autos auf. Für die Bürger könne Gebäudethermografie, eine Energieberatung, Förderprogramm für alte Haushaltsgeräte und ein Energieaudit angeboten werden, erklärte Karl.

Restwärme wird verstromt

Um künftig noch mehr CO2-Emissionen bei der Wärmeversorgung der Bauten im Baugebiet Gaisfeld IV zu reduzieren, wird die Restwärme einer Biogasanlage in Dinkelsbühl verstromt. Im Januar soll der Stadtrat über die mögliche neue Stelle eines Klimaschutzmanagers beraten, kündigte Oberbürgermeister Hammer an.