In diesen Tagen überfällt die Kröten wieder ihre Wanderleidenschaft, um für den Erhalt ihrer Art zu sorgen. Für Karl-Heinz Johe, den Vorsitzenden des Nabu Gaildorf-Limpurger Land, und seine Helfer ist es Zeit, Krötenzäune an den Stellen aufzubauen, an denen die Frösche Straßen überqueren müssen, um an ihre Laichplätze zu gelangen.

Am Samstag wurden die Zäune an der Landesstraße zwischen Fichtenberg und Oberrot-Hausen im Bereich der „Wanne“ und an der Bundesstraße 19 bei Wengen aufgestellt und die Auffangeimer eingegraben. Unterstützt wurde Johe von Hans Traub, Marvin Wießmann und Tobias Frank. Bereits am Freitag half Eva Rücker bei den Vorbereitungen zum Aufbau des Krötenzauns mit. „Steigende Temperaturen regen die Wanderlust der Tiere an“, weiß Karl-Heinz Johe. Die Vielfalt der Amphibien, die die Helfer je nach Witterung im Lauf der nächsten vier Wochen über die Straße tragen werden, ist groß. Unter ihnen Gras-, Seefrösche und Erdkröten. Auch Kammmolche haben sich zwischenzeitlich der Wandergesellschaft angeschlossen und wurden sicher zu ihrem Laichgewässer befördert.

Helfer machen sich rar

Der tägliche Krötentransport über die Straßen steht und fällt mit ehrenamtlichen Helfern. Allerdings finden sich nur wenige engagierte Naturliebhaber, die diese Aufgabe in der kurzen Zeit der Krötenwanderung in den frühen Morgenstunden übernehmen. NABU-Vorsitzender Johe ist daher froh, wenn weitere Unterstützer für die alljährliche Aktion gewonnen werden könnten. Während der Wanderzeit gelten an den entsprechenden Straßenabschnitten temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen. Der Bau von Krötentunnels unter den Straßen könnte zudem die personell angespannte Helferproblematik spürbar entlasten. Entsprechende Wünsche des NABU verhallten bisher ungehört.

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Info


www.nabu-gaildorf.de, Karl-Heinz Johe, St.-Kilian-Str. 30, 74405 Gaildorf, Telefon 0 79 71 / 76 40, Karl-Heinz.Johe@NABU-BW.de.