Gerabronn Die Abenteuer von Narziß und Goldmund

Denn wie sagt Narziß: "Indem wir Erkenntnis übereinander erwerben, können wir lernen, uns selber zu verstehen."
Denn wie sagt Narziß: "Indem wir Erkenntnis übereinander erwerben, können wir lernen, uns selber zu verstehen." © Foto: Landesbühne
Gerabronn / PM 19.02.2016
Die Württembergische Landesbühne gastiert morgen um 20 Uhr mit dem Stück "Narziß und Goldmund" von Hermann Hesse in der Stadthalle.

Im Frühjahr 1927 schreibt Hermann Hesse nach schwerer körperlicher Erschöpfung eine seiner bis heute bekanntesten Erzählungen, die Geschichte von Narziß und Goldmund. Sie verkörpern zwei Prinzipien, zwei Arten, die Welt zu erfahren: Der junge Mönch Narziß tritt dem Leben planvoll, mit Verstand, Wissenschaftlichkeit und Klarheit entgegen, er findet Ruhe in Askese und Meditation. Goldmund taucht ein in dieses "Durcheinander der Welt".

In Tom Blokdijks 2007 entstandener Bühnenfassung transportieren drei Schauspieler die in mittelalterlicher Zeitlosigkeit schwebende Geschichte in die Gegenwart: Gemeinsam suchen sie nach einer heutigen Perspektive auf die ungewöhnliche Freundschaft, die im Kloster Mariabronn ihren Anfang nimmt. Narziß lässt Goldmund sich selbst entdecken, indem er ihn zu seinem Ursprung, dem "Archetyp" der Urmutter zurückführt. Goldmund lässt alles hinter sich. Auch das Kloster.

Gleich einem Roadmovie erzählen die Schauspieler von Goldmunds Abenteuern: Ihm begegnet eine Frau nach der anderen, aber auch Pest und Schmerz, er wird Künstler, aber Totschläger. Als er nach einer Liebesnacht mit Agnes zum Tode verurteilt wird, legt er seine letzte Beichte ab - und begegnet Narziß. Die Schauspieler schlüpfen in alle Rollen, sind im einen Moment Goldmund, im nächsten Narziß. Sie suchen nach Antworten auf Fragen, die ihnen ihr eigenes Leben stellt, die sie aber nie direkt, sondern stets vermittelt über Hesses Erzählung vor Augen führen. Info Karten an der Abendkasse