Kommunalpolitik Der Wahlkampf nimmt Fahrt auf

Zwei Frauen und zwei Männer bewerben sich darum, als Nachfolger von Bürgermeister Roland Wurmthaler die Entwicklung der Stadt Ilshofen voranzubringen. Das Bild zeigt das neue Rathaus.
Zwei Frauen und zwei Männer bewerben sich darum, als Nachfolger von Bürgermeister Roland Wurmthaler die Entwicklung der Stadt Ilshofen voranzubringen. Das Bild zeigt das neue Rathaus. © Foto: Wolfgang Rupp
Elisabeth Schweikert 11.01.2018
Vier Personen bewerben sich um die Nachfolge von Bürgermeister Roland Wurmthaler. Die Kreiszeitungen laden zum Wahlforum am 31. Januar in der Großsporthalle ein.

Roland Wurmthaler, seit mehr als 30 Jahren Bürgermeister in Ilshofen, beendet im April seine Berufstätigkeit. Vier Personen bewerben sich um seine Nachfolge: Kristina Nolde (30), Stadtkämmerin in Waldenburg, Martin Blessing (46), Diplom-Forstingenieur in Schwäbisch Hall, sowie Friedhild Miller und Jürgen Rogowski.

Die Wahl ist für Sonntag, 4. Februar, festgesetzt. Gewählt ist, wer dabei die absolute Mehrheit (mehr als 50 Prozent der Stimmen) bekommt. Ein Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Bei dieser Wahl dürfen auch Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben.

Bei zahlreichen Veranstaltungen werden die Bürger aus Ilshofen die Möglichkeit haben, die Bewerber und ihre Ziele kennenzulernen. Bei zwei Großveranstaltungen sollen alle vier Bewerber zu Wort kommen: Am Montag, 29. Januar, findet ab 19 Uhr in der Großsporthalle auf Einladung der Stadt die Kandidatenvorstellung statt. Zwei Tage später, am Mittwoch, 31. Januar, laden das Haller und das Hohenloher Tagblatt ein. Das Wahlforum beginnt um 19 Uhr in der Großsporthalle. Die Diskussion wird von Chefredakteur Dr. Marcus Haas und Redaktionsleiter Andreas Harthan moderiert. Die Bürger können im Anschluss an die Podiumsdiskussion Fragen stellen.

Kristina Nolde und Martin Blessing laden ferner zu Bürgergesprächen ein. Nolde ist am Montag, 22. Januar, ab 18 Uhr in der „Rose“ in Gaugshausen, am Mittwoch, 24. Januar, ab 18 Uhr im „Lamm“ in Großallmerspann und am Freitag, 26. Januar, ab 18 Uhr im Vereinsheim in der Aspacher Straße in Ilshofen.

Martin Blessing startet am Mittwoch, 17. Januar, ab 20 Uhr, im TSV-Vereinsheim seinen Wahlkampf. Am Donnerstag, 18. Januar, steht er ab 20 Uhr in der „Rose“ Gaugshausen Rede und Antwort.

Friedhild Miller sagt, sie suche im Anschluss an die Kandidatenvorstellung das Gespräch mit den Bürgern. „Ich setze mich gerne danach gemütlich bei einem guten Glas Wein oder einem Bierchen mit den Bürgern zusammen.“

Jürgen Rogowski will bei Veranstaltungen in Ilshofen mit Bürgern ins Gespräch kommen. Er werde sich noch informieren, welche Veranstaltungen von den Vereinen anstehen.

Kurzvorstellung weiterer Bewerber: Friedhild Miller und Jürgen Rogowski

Friedhild Miller  kandidiert nicht nur in Ilshofen für das Amt des Bürgermeisters. Wie die 48-jährige Familienhelferin schreibt, trete sie momentan parallel bei 15 Bürgermeisterwahlen an. Die in Sindelfingen aufgewachsene Frau hatte nach der mittleren Reife die Ausbildung zur Bürogehilfin abgeschlossen. Sie arbeitete in verschiedenen Firmen im Bereich der Entgeltfortzahlung. Später war sie als Handelsvertreterin tätig sowie bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Seit 2014 bezeichnet sie sich als „unparteiische (Aufdeckungs-)Politikerin FRiDi“. Bei der jüngsten Bundestagswahl war sie als parteilose Direktkandidatin angetreten.  Wie sie gegenüber dieser Zeitung sagt, kämpfe sie „für Familien und gegen Korruption. Im Zuge dessen möchte ich als Bürgermeisterin von Ilshofen den Bürgerhaushalt einführen, wo die Bürger – und damit meine ich auch Kinder und Jugendliche – über die Finanzen von Ilshofen bestimmen können und nicht der Gemeinderat hinter verschlossenen Türen Entscheidungen trifft.“

Jürgen Rogowski wurde  1965 in Essen geboren. Er begann 1982 eine Ausbildung zum Fliesenleger im Landkreis Sigmaringen, die er abbrach, weil er nach Schwäbisch Hall zog. Dort schloss er bei der US-Army eine Ausbildung zur Fachschutzkraft ab. Rogowski hat sich zum Fitnesstrainer weitergebildet und arbeitete als Fitnesstrainer und Geschäftsführer. In diesem Bereich verdient er derzeit Geld. Rogowski wohnt in Schwäbisch Hall und hat ein erwachsenes Kind. 2016 kandidierte er gegen Michelbachs Bürgermeister Werner Dörr. Er holte damals 44 Stimmen. Inzwischen ist Jürgen Rogowski Mitglied der Partei AfD. sel