SV Der SV Großaltdorf demonstriert bei seiner 50-Jahr-Feier Geschlossenheit

RAINER RICHTER 29.07.2013
Spielerisch locker und stolz präsentiert sich der SV Großaltdorf auf seiner Jubiläumsfeier, auf der ein Vereinslied präsentiert wird. Das Fest ist der Höhepunkt der Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen.

Die zwei sportlichen Wochenenden wurden vom Fußball dominiert. Mit Ü40-Turnier, Dorfpokal, Human-Table-Soccer Freizeitcup, F-Jugend- und Bambini-Turnier und zum Abschluss dem Bühlertalturnier nahm der Fußball einen breiten Raum ein.

Am Festabend konnte der Verein seine ganze Stärke ausspielen. Zwar fielen die Fußballer immer noch durch ihre witzigen Auftritte und kreativen Beiträge auf. Aber der SV Großaltdorf hat mehr zu bieten. Mit einem Sketch wiesen die Tischtennis-Aktiven darauf hin, dass sie schon sechs Jahre vor den Fußballern existiert haben und erst zur Fusion überredet werden mussten. Die Jedermänner, die Donnerstagsturner um Erich Dietz, demonstrierten ihre musikalische Kreativität, als sie mit Gießkannen bewiesen, dass Blasmusik auch ganz anders klingen kann. Die Montagsturner und die Altherren präsentierten sich unterhaltsam und selbstironisch. Viel Beifall erhielt auch die Frauenturngruppe Drunter & Drüber unter der Leitung von Melanie Schmeckenbecher.

Seit 50 Jahren werde ununterbrochen Fußball gespielt

Beeindruckend sind der Zusammenhalt und die Geschlossenheit, mit der sich der Verein präsentierte. "Die Tradition soll ewig weitergehen", heißt es in der eigens von Sebastian Enz, Patrick Wahl und Tobias Wieland komponierten und getexteten SVG-Hymne. Darin sind sich offenbar alle einig. Hartmut Megerle vom Fußballbezirk Hohenlohe wies bei der Ehrung der seit 20 Jahren aktiven Fußballer darauf hin, dass der SVG über eine erstaunliche Bilanz verfüge: Es werde seit 50 Jahren ununterbrochen Fußball gespielt. Zwar witzelte man im Publikum beim Gesangsauftritt der ersten Mannschaft: "Jungs, ihr singt besser als ihr spielt". Aber nach den wechselvollen Auf- und Abstiegen könnte es auch wieder einmal aufwärts gehen.

Das gute nachbarschaftliche Verhältnis des SVG zu den umliegenden Vereinen wurde auch dadurch sichtbar, dass die Jazz-Damen des TSV Vellberg und die Samba-Tanz- Gruppe "Bodyfit" des TSV Ilshofen begeistert das Programm mit ihren Beiträgen unterstützten.

Ohne die vielen Ehrenämtler kann kein Verein existieren

Jens Neumann und Tobias Wieland moderierten den Abend charmant und umsichtig. Bürgermeisterin Ute Zoll schenkte dem Verein einen Gingko-Baum. Dieser kann bis zu 40 Metern hoch und über 1000 Jahre alt werden - ein Symbol.

Friedrich Bullinger, der Vorsitzende des Turngaus Hohenlohe, der 138 Vereine umfasst, betonte die wichtige Funktion des Ehrenamtes und überreichte einen Scheck.

Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer kann kein Verein existieren. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Doch die Familie Hajek sowie Kurt und Rose Maschka wurden besonders bedacht. Oskar Härter, Abteilungsleiter Tischtennis und Jugendleiter, erhielt für seine 42-jährige Tätigkeit von Gerhard Rehmann die Ehrennadel in Gold.