Tanz Der Schwanensee bezaubert wie eh und je

Hartmut Volk 04.01.2018
Mit dem „Schwanensee“ begeisterte das klassische russische Ballett aus Moskau bereits zum zweiten Mal das Publikum in Blaufelden.

Festlicher hätte man das neue Jahr nicht einläuten können als mit der imposanten Eleganz und Schönheit des klassischen russischen Balletts, das am Montagabend in der Mehrzweckhalle den „Schwanensee“ zur Aufführung brachte. Diese einzigartige Komposition mit der romantischen Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski und den raffinierten Choreografien von Marius Petipa und Lev Ivanov stellt höchste Ansprüche an die artistischen wie schauspielerischen Fähigkeiten der Balletttänzer. Das klassische russische Ballett wurde 2004 gegründet von seinem künstlerischen Leiter und Direktor Hassan Usmanov, und ist seit vielen Jahren bekannt für höchste professionelle Ballettqualität. Die Tänzer sind Absolventen von renommierten Tanzschulen in Russland und das Ensemble begeistert inzwischen das Publikum auf der ganzen Welt. Dass auf seinem Tourneeplan – nach der Nuss­knacker-Aufführung vor zwei Jahren bereits zum zweiten Mal – auch Blaufelden mit vermerkt ist, ist eher ungewöhnlich. Das sei früher undenkbar gewesen, dass ein so renommiertes Ballett­ensemble auch auf dem Land in Hohenlohe auftritt und auch sehr gut angenommen wird, sagt Werner Schieber, der die Kulturarbeit in Blaufelden über drei Jahrzehnte maßgeblich mitaufgebaut hat und bis heute als ehrenamtlicher Kulturamtsleiter aktiv ist.

Die Attraktivität Blaufeldens als Austragungsort liege in der modernen Ausstattung der ­Mehrzweckhalle begründet, teilt Schieber mit. Die Bühneneinrichtung dort sei auf dem neusten Stand der Technik und erlaube es, das gesamte Stück mit seinen prächtigen Kulissen problemlos aufzuführen – anders als beispielsweise am Abend zuvor in der Stadthalle in Deggendorf, wo ein Akt aus bühnentechnischen Gründen nicht gespielt werden konnte.

Die Halle in Blaufelden war zwar nicht ausverkauft, aber rund 400 Besucher ließen sich von der großartigen Performance vor ­eindrucksvollen Bühnenbildern in ihren Bann schlagen. Auch sehr viele kleine Zuschauer waren darunter, wie etwa die siebenjährige Anna Bühler aus Langenburg, die gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Schwestern Rosi und Katja sowie Cousine Sarah die Vorstellung besuchte. Die Mädels sind selbst aktive Ballett­schülerinnen und waren wie die übrigen Besucher fasziniert von den brillanten tänzerischen Bühnenleistungen.