Obersontheim Der junge Tenor Patrick Bullinger singt in seiner Heimatgemeinde Obersontheim

Patrick Bullinger singt in Untersontheim, Bianca Seufert begleitet ihn am Klavier.
Patrick Bullinger singt in Untersontheim, Bianca Seufert begleitet ihn am Klavier. © Foto: Rainer Richter
RAINER RICHTER 24.02.2015
"Sehnsucht nach Leben" lautet der Titel eines Liederabends. Patrick Bullinger zeigt auch Sehnsucht nach Musik. Der 22-Jährige will Gesang studieren.

Das blutjunge Künstlerduo Patrick Bullinger (22, Tenor) und Bianca Seufert (Klavier) legte im Gemeindehaus in Untersontheim einen professionellen Auftritt hin. Patrick Bullinger sang zum ersten Mal vor Publikum in seiner Heimatgemeinde. Und zum ersten Mal trat er mit einem vollen Programm auf.

Viele der Zuhörer kennen ihn von früher. Sie waren überrascht, den jetzt 22-Jährigen als Tenor vor sich stehen zu sehen. Dahinter steht viel Arbeit. Bullinger erinnert sich: Schon als Kind habe er, wenn er Musik im Radio hörte, begeistert mitgesungen. Seine Eltern meldeten ihn bei der Musikschule in Crailsheim an. Nach Abschluss der Realschule in Bühlertann hörte er von der Möglichkeit, am Schulzentrum Michelbach das Abitur mit Profilfach Musik abzulegen. Er nahm von 2009 bis 2013 Gesangsunterricht bei Andrea Riedle-Romer und ab 2010 auch Klavierunterricht bei Ralf Schneider.

Nach dem Abi nahm er sich ein Jahr Zeit, seine berufliche Laufbahn zu überdenken. Aber er hatte schon Feuer für die Musik und das Singen gefangen. "Die klassische Musik bietet so viele Details", schwärmt er. "Es ist beglückend, sich darauf einzulassen." Deshalb begann er 2013 eine Ausbildung zum staatlich geprüften Chorleiter an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl. 2013 erhielt er auch seine erste große Solorolle in der Oper "La Dafne" von Marco da Gagliano in Mögglingen. In Münster (Gaildorf) trat er mit einem Vokalensemble aus Kommilitonen aus Dinkelsbühl auf. Zurzeit gibt er Gesangsunterricht und leitet den Gesangverein Eintracht Ehingen.

Das sehr anspruchsvolle Programm des Liederabends bestätigt seine Ambitionen. In einem Jahr etwa möchte er sich zum Studium an einer Musikhochschule bewerben. Die Konkurrenz ist groß. Nach der zweiten Zugabe war klar: Das Publikum im vollbesetzten Gemeindesaal drückt ihm die Daumen.