Rot am See Den Traum vom Eigenheim erfüllen

Rot am See / Harald Zigan 27.06.2018
Bauplätze in Rot am See verkaufen sich wie geschnitten Brot – und weitaus schneller als erwartet. Deshalb macht sich die Gemeinde jetzt auf die Suche nach neuen Baugebieten.

In der Gunst von Bauherren steht Rot am See ganz weit oben: In Windeseile sind die Grundstücke in der Gemeinde verkauft. Auch im neuen (und derzeit einzigen) Baugebiet „Stöcke“ am Ortsausgang in Richtung Gerabronn schießen derzeit die Häuser schier wie Pilze aus dem Boden, kein einziger Bauplatz ist dort mehr frei. Deshalb macht sich die Kommune auf die Suche nach Arealen, wo künftig der Traum vom Eigenheim verwirklicht werden könnte.

Rot am See zieht an: Die Zahl der Einwohner wuchs in den Jahren zwischen 1970 und 2017 um über 33 Prozent– von seinerzeit 4041 auf 5358 Bürger.

Die Gemeinde kann schließlich nicht nur mit ihrer günstigen Verkehrslage an der B 290 punkten, sondern bietet mit ihrer guten Infrastruktur alles, was der Mensch braucht – von der Schule bis zum Supermarkt, von Arbeitsplätzen bis zum Kulturangebot. Vor allem in den letzten Jahren gingen die Bauplätze im Mutterort weg wie warme Semmeln. Und weitaus schneller als gedacht: „Wir brauchen für eine weitere gute Entwicklung der Gemeinde dringend neue Baugebiete“, sagte Bürgermeister Siegfried Gröner in der jüngsten Sitzung des Kommunalparlaments.

Fünf Areale unter der Lupe

Im Auftrag des Rathauses nahmen Jana Fuhrmann und Jens Fuhrmann vom Kreisplanungsamt  mögliche Flächen unter die Lupe, die künftig in Rot am See für die eigenen vier Wände genutzt werden könnten. Bei der Untersuchung der beiden Fachleute, die übrigens weder verwandt noch verschwägert sind, kristallisierten sich fünf Areale heraus.

Das Gebiet mit der Nummer 1 (siehe Karte) erhielt die besten Noten: Es grenzt direkt an das Baugebiet „Stöcke“ an, kann gut an das Straßennetz angebunden werden und bietet eine ausreichende Größe. Nur als „bedingt geeignet“ stuften die Experten das Gebiet Nummer 2 in Brettenfeld ein. Hier könne es Konflikte mit geschützten Biotopen geben. Zudem würde das Gebiet nicht direkt an den Hauptort andocken.

Das Gebiet Nummer 3 zählt ebenfalls zu den „gut geeigneten“ Favoriten, weil es das bestehende Baugebiet „Taubenrot“ abrunden würde. Nur mit Einschränkungen können die Planer das ­Areal Nummer 4 empfehlen: Das Gewerbegebiet „Zolläcker“ grenzt direkt an, Lärmprobleme könnten sich auch mit der nahen Landesstraße 1040 ergeben.

Als gänzlich ungeeignet stuft die Studie das Gebiet Nummer 5 ein: Vom Seebach drohen hier Hochwassergefahren, die Verkehrserschließung wäre nicht gerade einfach und das als Naherholungsgebiet genutzte Areal würde ebenfalls stark beeinträchtigt.

Letztlich favorisierte das Kommunalparlament einmütig das Areal Nummer 1 beim Baugebiet „Stöcke“, das auch in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden soll. Und das Gebiet Nummer 3 soll noch näher geprüft werden.

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