Fichtenberg Den Hornbergern ists zu hell

Über die Schanz: Die L 1066 bei Fichtenberg. Nur oben gilt Tempo 50. Foto: kr
Über die Schanz: Die L 1066 bei Fichtenberg. Nur oben gilt Tempo 50. Foto: kr
Fichtenberg / KARL-HEINZ RÜCKERT 01.02.2014
Informationen aus erster Hand zu aktuellen Themen erhielten die Teilnehmer der ersten Teilortsversammlung in Fichtenberg. In den westlichen Teilorten herrscht danach einiges an Diskussionsbedarf.

16 Teilnehmer - darunter auch Gemeinderatsvertreter - aus Langert, Hornberg, Plapphof, Rupphof und Retzenhof, die im westlichen Gemeindegebiet liegen, nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen bei der Teilortsverammlung für die westlichen Teilorte im Fichtenberger Rathaus vorzutragen. Die Einrichtung von Tempo-30-Zonen im Hauptort rief auch die Langerter auf den Plan.

Enge Ortsstraßen, die kaum Ausweichmöglichkeiten bei Gegenverkehr zulassen, und auf denen meist mit unangepasster Geschwindigkeit gefahren werde, seien geradezu prädestiniert für solche Verkehrsbeschränkungen, meinten sie. Ein Konsens konnte dazu unter den Versammlungsteilnehmern so wenig erreicht werden wie bei der Überlegung, die Kreisstraße von der Schanz in Richtung Kirchenkirnberg in einen ordentlichen Ausbauzustand zu bringen. Bereits mehrmals war dies von den Anliegern im Langert abgelehnt worden, weil sie befürchten, dass auf der Strecke gerast wird. Wenigstens konnte Bürgermeister Roland Miola den Bewohnern im Hornberg zusagen, dass die Zufahrt zu diesem Teilort instandgesetzt werde.

Der Schultes verstand aber die Welt nicht mehr, als die Hornberger die zusätzlich in ihrem Teilort eingerichtete Straßenlampe kritisierten. Die beiden in Hornberg vorhandenen Straßenlampen erleuchten nun ein Gebäude des Nachts taghell. Unzumutbar, meinten die Bewohner, weil die Beleuchtung im Sommer zudem ein Tummelplatz für Schnaken sei. Dabei war die zusätzliche Straßenlampe auf Anregung der Hornberger und nach schriftlicher Befragung der Einwohner installiert worden. Als Kompromiss soll die Beleuchtung nun während der Sommermonate abgeschaltet werden.

Zum wiederholten Mal beanstandeten Bewohner des Rupphof, dass der Schanzanstieg von Fornsbach her mit zu hohen Geschwindigkeiten befahren werde. Gerade im steilen Einfahrtsbereich vom Rupphof auf die L 1066 bestehe keine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Die Vielzahl der widerstreitenden Themen, bewog Miola zu dem Vorschlag, die nächste Teilortsversammlung im September vor Ort zu veranstalten. Dem stimmten die Versammlungsteilnehmer zu.

Aus seiner Sicht konnte der Bürgermeister noch bekanntgeben, dass die Quellen im Plapphof und Langert nicht aufgegeben werden. Sie sollen die Eigenversorgung sichern. Die Teilorte werden seit einiger Zeit von der Nord-Ost-Wasserversorgung beliefert.

Auf eine Anfrage stellte der Schultes klar, dass es für Langert und Hornberg einen öffentlichen Linienverkehr gebe, der auch von der Bevölkerung genutzt werden könne. Die Busse dienten nicht ausschließlich der Schülerbeförderung.