Kirchberg Dem Weizen fehlt der Bauch

Landwirte passen beim Feldtag in Kleinallmerspann auf.
Landwirte passen beim Feldtag in Kleinallmerspann auf. © Foto: clak
Kirchberg / CLAUDIA KERN-KALINKE 27.06.2014
Was gedeiht im Hohenloher Klima am besten? Welche neuen Sorten können den bewährten den Rang ablaufen? Diese Fragen wurden beim Feldtag in Kleinallmerspann geklärt.

"Die Ernteerwartung von 100 Doppelzentnern pro Hektar ist dahin", fürchtet Bauer Uwe Hessentaler aus der Nähe von Öhringen. Und sein Kollege Bernd Weger aus Rosengarten pflichtet ihm bei: "Es hat einfach zu wenig geregnet, da fehlt dem Weizen noch der Bauch."

Die beiden Landwirte unterhalten sich am Rande der Versuchsfelder auf den Äckern der Familie Blumenstock, Kleinallmerspann. Dort hat die Deutsche Saatveredelung (DSV) bereits im 16. Jahr Versuchsanordnungen mit Getreide, Raps und Zwischenfruchtmischungen angelegt. Rund 180 Landwirte interessieren sich für die Sorten und die Beiträge der Mitveranstalter BASF und Eurochem zu Schutz und Düngung der Pflanzen. Die meisten kommen jedoch erst am Abend, wenn sie ihre eigene Feldarbeit erledigt haben.

Dieter Gehrung, der DSV-Gebietsleiter für Süddeutschland, führt die Besucher zu den Rapssorten. Für Weger liegt der Schwerpunkt beim Getreide. Hessentaler will sich auch die Mischungen für Zwischenfrucht ansehen. "Wir sind mit allem zwei Wochen voraus", hat er festgestellt. In der Öhringer Gegend sei schon die erste Gerste geerntet worden.