Blaufelden Dekanat und Gemeindehaus in Blaufelden umgebaut und saniert

PM 04.08.2015
Das evangelische Dekanat und das Gemeindehaus in Blaufelden erstrahlen in neuem Glanz: Das Gebäude in der Hauptstraße ist in einjähriger Bauzeit grundlegend umgebaut, saniert und renoviert worden.

Beim Neubau aus dem Jahr 1999 genügte eine Auffrischung wie Wände streichen, Parkettböden abschleifen und Kleinigkeiten erneuern. Doch beim Altbau sah das ganz anders aus. Das frühere Wirtshaus "Zum Adler" mit der kaiserlichen Reichsposthalterei aus dem Jahre 1859 wartete da mit ganz anderen Herausforderungen auf die Bauleitung - Vor allem "die westliche Giebelwand mit Mängeln im Tragwerk mit statisch relevantem Ausmaß", wie Architekt Dr. Alexander Beck bei der Einweihung sagte. Es bestand die Gefahr, dass die Giebelwand komplett herausfällt. Als die Gefahr erkannt war, wurden Mitarbeiter, die ihre Arbeitsplätze an dieser Giebelwand hatten, versetzt. Vermoderte Balken wurden mühevoll von innen ersetzt.

Einfacher war es dagegen, im Dachstock des Neubaus die frühere Pfarrwohnung in Büroräume umzubauen, wo nun das Jugendwerk, der Hospizverein, die Bezirkskasse und die Kirchenpflege untergebracht sind. Die Diakoniestation wurde erweitert, das Essen auf Rädern in der Tiefgarage untergebracht und ihre Außenstelle mit ins Haus aufgenommen.

Geschäftsführer Erwin Landwehr freut sich über die Neuerungen und sagt: "Wir haben nun schöne und ansprechende Räume für unsere Mitarbeiter, in denen man gerne arbeitet. Unsere Schwestern und Pfleger haben ein schönes Dienstzimmer, in dem sie sich auf ihre Arbeit bei unseren Patienten und Kunden zu Hause vorbereiten können. Beratungsmöglichkeiten für Interessierte, Kunden und Patienten wurden durch mehr Platz möglich. Wir können uns nun gut mit unseren Kunden zusammensetzen und über unserer großes Angebot an ambulanten Leistungen in aller Ruhe sprechen. Unser größter Gewinn beim Umbau ist der Umzug vom Dachgeschoss in das Obergeschoss, wo wir nun auch für ältere oder gehbeeinträchtigte Menschen bequem mit dem Aufzug zu erreichen sind. Die räumliche Nähe zum Dekanat und Pfarramt und auch zur beratenden Diakonie im Erdgeschoss bringt durch kurze Wege einen optimalen Austausch und schnelle Hilfe, wenn Menschen in Not geraten sind."

Die Kirchengemeinde feierte die Einweihung nach dem Umbau kürzlich mit einem Gemeindefest und einem Tag der offenen Tür. Es begann mit einem Familiengottesdienst in der Kirche, in dem der Kindergarten "Regenbogen" das Spiel von "Swimmy" aufführte. Swimmy ist ein Fisch, der andere ängstliche Fische ermutigt, mit ihm ins große Meer zu schwimmen und dort gemeinsam etwas zu schaffen, was sie alleine nie hätten schaffen können.

Diesen Gedanken nahm Dekan Siegfried Jahn in seiner Predigt auf, indem er das Bibelwort "Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst" auswählte. Jahn folgert daraus, dass Gott die Menschen nicht alleine lässt.

Nach einem Grußwort von Bürgermeisterin Petra Weber und dem Dank des Dekans an die Handwerker wurde die Besteigung des Kirchturmes und die Besichtigung der Orgel ebenso angeboten wie Kinderschminken und ein Kasperletheater.