Stimpfach Feuerwehrmagazin: Konzept kommt gut an

Stimpfach / Christine Hofmann 26.07.2018
Der Entwurf für den Neubau des Stimpfacher Feuerwehrmagazins und Bauhofs liegt jetzt auf dem Tisch: Von der räumlichen Nähe profitieren beide.

Die Pläne haben nun Hand und Fuß“, sagte Matthias Strobel, damit sei der Zeitpunkt gekommen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Stimpfacher Bürgermeister präsentierte in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend erstmals öffentlich die Entwürfe für das neue Feuerwehrmagazin und den Bauhof der Gemeinde. Sie sind das Ergebnis zweier Sitzungen des eigens geschaffenen Planungsgremiums sowie zahlreicher Gespräche zwischen Verwaltung, Feuerwehr und Bauhofmitarbeitern.

Auf einem Grundstück von 8349 Quadratmetern an der Landesstraße 1068 am Ortsausgang von Stimpfach in Richtung Rechenberg, gegenüber der Firma Schneider, sollen gleich mehrere Bauwerke entstehen: Ein großer ebenerdiger Magazinbau mit fünf Fahrzeugboxen für die Feuerwehr sowie für den Bauhof der Gemeinde ein zweigeschossiger Bau mit Büro- und Personalräumen, Werkstatt, Schreinerei und Waschhalle sowie eine Kalthalle mit Abstellplätzen für Fahrzeuge.

Architekt Andreas Günther erläuterte den Gemeinderäten und Bürgern die wichtigsten Eckdaten der Pläne: So wird es mehrere Einfahrten auf das Gelände geben, damit sich die verschiedenen Nutzer nicht gegenseitig behindern. Es sind 45 Pkw-Stellplätze geplant.

Gemeinsamer Raum

Die Mitglieder der Feuerwehr betreten das ebenerdige Magazin künftig im hinteren Gebäudeteil, in dem sich auch die Umkleiden befinden. In Einsatzkleidung haben sie dann über einen Flur Zugang zur Fahrzeughalle.

Die Schnittstelle zwischen Feuerwehr und Bauhof bildet – neben der gemeinsam genutzten Haustechnik – der große Schulungsraum mit Küche und Toiletten. Er verfügt über einen separaten Eingang und kann von beiden Parteien genutzt werden. „Diesen Raum kann die Gemeindeverwaltung auch nutzen“, sprach Matthias Strobel einen weiteren Vorteil an.

Der Bauhof ist momentan sehr beengt in der Ortsmitte untergebracht. „Am neuen Standort wird der Bauhof 150 Quadratmeter mehr Fläche zur Verfügung haben“, so der Bürgermeister. Dabei seien die Mitarbeiter in ihren Wünschen noch bescheiden gewesen. „Bei der Planung wurde vieles nach Norm durchgeführt, da ist kein Luxus im Haus. Wir bauen hier keine Luftschlösser.“

Architekt Günther schlug vor, einen Teil der Dachflächen zu begrünen und andere Teile für die Fotovoltaiknutzung zu verpachten. Über beide Varianten wird im weiteren Planungsverlauf noch abzustimmen sein.

Die Gemeinderäte stimmten den vorliegenden Entwürfen grundsätzlich zu. „Ich finde die Planung richtig gut. Sie ist fast zu schön, um wahr zu sein“, sagte Gemeinderat Jürgen Seifer. Auch Markus Esterle sprach von einer „schönen Wunschplanung“, bei der „an fast alles gedacht wurde“. Allerdings beunruhige ihn, dass die Kosten aus dem Ruder laufen könnten. „Es zählt sich zusammen, das macht mir Sorgen. Oder haben wir irgendwo einen Lottogewinn?“

Eine detaillierte Kostenberechnung gibt es derzeit noch nicht. Matthias Strobel geht jedoch von rund fünf Millionen Euro Gesamtkosten aus. Im Bauausschuss soll die Planung nun weiter diskutiert werden. Im September soll ein ELR-Förderantrag gestellt werden. Baubeginn ist voraussichtlich im Jahr 2020.

5

Millionen Euro werden die Neubauten für das Feuerwehrmagazin und den Bauhof etwa kosten. Eine genauere Kostenschätzung wird der Architekt noch erstellen.

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