Die Stadtsanierung hat in Langenburg eine Geschichte, die bis 1978 zurückreicht. „Inneres Städtle“, „Vorstadt und südlicher Marktplatz“ sowie „Bahnareal“ waren die Überschriften, unter denen Gebäude und Plätze umgestaltet, renoviert und saniert wurden.

Sanierungsbedarf sehen Stadtverwaltung und Gemeinderat, die dabei mit der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH zusammenarbeiten, jetzt vor allem in der Michelbacher Straße, in der Gartenstraße, in der Hofratshalde und in einem Viertel nördlich der Bächlinger Straße.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat dem Vorhaben bereits zugestimmt und es in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Mehr noch: Es hat schon Geld zur Verfügung gestellt, wenn auch nicht so viel, wie die Stadt beantragt hatte. Der sogenannte Förderrahmen sollte nach den Langenburger Vorstellungen eine Million Euro betragen, bewilligt sind jetzt 667.000 Euro. Das bedeutet, dass das Land 60 Prozent dieses Betrags als Zuschuss gibt, also 400.000 Euro, und die Stadt Langenburg die übrigen 40 Prozent übernimmt, also 267.000 Euro.

Voraussetzung dafür, dass dieses Geld abgerufen werden kann, ist allerdings eine Sanierungssatzung, in der die Einzelheiten genau geregelt werden. Und die Satzung wiederum kann nur beschlossen werden, wenn das Sanierungsgebiet bei einer vorbereitenden Untersuchung unter die Lupe genommen worden ist.

Mit dieser Untersuchung hat der Gemeinderat jetzt bei zwei Enthaltungen (Stadträte Friedrich Rath und Wolfgang Maier) die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH beauftragt. Bei der Festlegung des Untersuchungsgebiets ist er dabei an zwei Stellen in der Gartenstraße vom Vorschlag der Verwaltung abgewichen: Er hat zwei Anwesen zusätzlich aufgenommen und die Grenze des Sanierungsgebiets so gezogen, dass auch einige Meter Gartenmauer zum Gebiet gehören.

Info Der Lageplan wird vom 7. bis 22. August im Rathaus ausgelegt.