Das christliche Abendmahl

TOB 30.03.2013

Tradition Ob in Form des evangelischen Abendmahls, der katholischen Kommunion oder heiligen Messe: Die Wiederholung des letzten Mahles Jesu mit seinen Jüngern wird in vielen Kirchen gefeiert. Dieses auch Eucharistie genannte Fest wird bei allen als Sakrament - also als heilige Handlung - verstanden.

Anerkennung Der Streit um die Bedeutung von Wein und Brot beim Abendmahl spielte bei der Spaltung der Kirche in der Reformationszeit eine Rolle, argumentiert Bischof Dr. Gebhard Fürst. Selbst Luther hätte keinen Calvinisten (die es allerdings erst nach dem Tod des Reformators gab) beim Abendmahl akzeptiert. Die evangelische Kirche tat sich schwer, Katholiken zum Abendmahl zuzulassen, bis sie dies Ende der 70er-Jahre erlaubte, sagt Fürst.

Einigung Bischof Fürst setzt sich dafür ein, dass evangelische Christen offiziell an der Kommunion teilnehmen dürfen. Jeder, der die Kommunion empfange, müsse aber "von innen her bejahen: Der Leib Christi wird gereicht". Bischof Fürst fragt sich, ob sich alle Teilnehmer dieser Bedeutung bewusst sind oder einige einfach nur so mitmachen. Die Frage der Teilnahme an der Eucharistie ist so wichtig, weil sie die zentrale, gemeinschaftstiftende Feier ist und sie in beiden großen Kirchen an Gewicht gewinnt.