Gerabronn Das Abkochgebot hat ein weiteres Nachspiel

Gerabronn / Erwin Zoll 22.11.2018
Die Presseschelte der Blaufeldener Bürger­meisterin Petra Weber stößt im Gemeinderat Gerabronn auf Kritik.

In der Sitzung des Gerabronner Gemeinderats am vergangenen Dienstag hat die stellvertretende Bürgermeisterin Heidegret Mayer auf Äußerungen der Blaufeldener Bürgermeisterin Petra Weber reagiert. Weber hatte bei der Verbandsversammlung der Hohenloher Wasserversorgungsgruppe (HWG) als deren Vorsitzende gesagt, die Öffentlichkeit sei mit dem Abkochgebot „absolut hysterisch“ umgegangen. Gleichzeitig hatte Weber die Berichterstattung unserer Zeitung über das verschmutzte Wasser kritisiert. Mayer sagte, die Informationspolitik der HWG habe damals die Emotionen hochkochen lassen. Es sei nicht korrekt, die Presse dafür verantwortlich zu machen. „Wir sind froh, dass wir Pressefreiheit haben, in anderen Ländern gibt es die nicht“, sagte Mayer.

Im vergangenen Juni hatte das Gesundheitsamt ein Abkochgebot für das von der HWG in Gerabronn und Umgebung verteilte Trinkwasser erlassen, weil das Wasser mit coliformen Keimen belastet war. Das Abkochgebot galt für ein Gebiet mit rund 3900 Einwohnern, das von Raboldshausen im Norden bis Dünsbach im Süden reichte.

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