Fichtenberg Damals wie heute: Psalm 23

Vor 60 Jahren wurden sie in Fichtenberg konfirmiert, dieser Tage nun feiern sie ihre diamantene Konfirmation. Rechts hinten im Bild: Pfarrerin Ursula Braxmaier.
Vor 60 Jahren wurden sie in Fichtenberg konfirmiert, dieser Tage nun feiern sie ihre diamantene Konfirmation. Rechts hinten im Bild: Pfarrerin Ursula Braxmaier.
Fichtenberg / KARL-HEINZ RÜCKERT 19.03.2014
Goldene und diamantene Konfirmation, dazu ein Klassentreffen: Am Sonntag hatte die evangelische Kirchengemeinde in Fichtenberg viel zu feiern. 28 Jubilare samt Mitschüler schwelgten in Erinnerungen.

Gleich zwei Konfirmationsjubiläen konnte die evangelische Kirchengemeinde am Sonntag feiern. Zur diamantenen Konfirmation trafen sich neun ehemalige Konfirmanden. Damals, vor 60 Jahren, waren es neun Jungen und 13 Mädchen, die am 4. April 1954 von Pfarrer Peter Spambalg eingesegnet und konfirmiert wurden.

Zehn Jahre später, am 15. März 1964, ließ sich eine ausgewogene Gruppe von jeweils 15 Mädchen und Jungen von Pfarrer Adam konfirmieren. 19 von ihnen feierten zusammen mit ihren diamantenen Jubilaren am Sonntag. Die goldenen Konfirmanden hatten auch Mitschüler aus alten Zeiten eingeladen und machten aus der Feier gleich ein Klassentreffen.

Die Veränderungen von damals bis heute verglich Pfarrerin Ursula Braxmaier in ihrer Predigt. Anschaulich führte sie die Werteänderungen vor Augen: Die Mädchen beispielsweise durften zur Konfirmation erstmals seidene Strümpfe anziehen - "aber nicht die dünnsten von der Arwa".

Im Vorfeld der Aussegnung musste viel auswendig gelernt werden: damals wie heute der Psalm 23. Mit ihrer Lebenserfahrung durch Höhen und Tiefen hat der Psalm für die Jubilare eine andere Bedeutung erlangt als damals, ist sich die Pfarrerin sicher. Zur Erinnerung überreichte sie den Konfirmationsjubilaren Urkunden mit dem persönlichen Konfirmationsspruch. Meistens hat der Spruch gestimmt, "wenn auch hinten raus nicht ganz", wie einer der Jubilare zur Erheiterung der Gottesdienstbesucher feststellte. Gar für zwei waren die Urkunden abhanden gekommen und sie wurden gebeten, ihren Konfirmationsspruch vor der Gemeinde selbst aufzusagen. Ohne zu zögern und fehlerfrei erfüllten die beiden den Wunsch - manch anderer wäre da ins Schwitzen geraten.