Die Pflicht, wegen des Coronavirus in Geschäften, an Bus- und Zughaltestellen sowie im ÖPNV einen Mund-und-Nasen-Schutz zu tragen, besteht in Baden-Württemberg zwar schon seit dem 27. April. Erst ab diesem Montag gilt ein Verstoß dagegen aber als Ordnungswidrigkeit - weshalb die Ordnungsämter im Kreis Hall die Einhaltung der Maskenpflicht vergangene Woche zwar überprüfen, aber bis auf einen Hinweis keine Sanktionen gegen Verstöße verhängen konnten. Nun können sie es - aber es scheint gar nicht nötig zu sein. Denn anscheinend halten sich die Bürger fleißig an die neuen Regeln.

„Der Ordnungsbehörde sind bislang keine Verstöße gegen die Maskenpflicht bekannt“, teilt Patrick Domberg, Pressesprecher der Stadt Schwäbisch Hall, auf Anfrage mit. In Crailsheim ist die Bilanz des ersten Tages dieselbe. „Die Maskenpflicht wird von uns stichpunktartig kontrolliert, wenn wir die Geschäfte aufsuchen“, so Christian Herse, Pressesprecher der Stadt Crailsheim. „Dabei konnten am Montag keine Verstöße festgestellt werden. Im Einzelhandel halten sich die Bürgerinnen und Bürger sehr diszipliniert an die Vorgaben.“

Bürger, die sich ohne Mund-und-Nasenschutz an Crailsheimer Bushalstestellen aufhalten, werden auf die Maskenpflicht hingewiesen, aber nicht bestraft. „Vielen ist nicht bewusst, dass diese auch dort gilt“, erklärt Herse.