Der Rems-Murr-Kreis zieht nach der ersten Woche ein positives Fazit zum neuen Schnelltestzentrum am Winnender Klinikum. In den ersten fünf Tagen wurden hier 431 Tests durchgeführt, schreibt das Landratsamt. Schwerpunkt des Zentrums sind Reihentestungen für Schulklassen und Kitagruppen, die zentral über das Gesundheitsamt und die Schule oder Kita organisiert werden. „Wichtig ist: Einzelpersonen und Patienten mit Symptomen wenden sich wie bisher bitte telefonisch an ihren Hausarzt, eine Corona-Schwerpunktpraxis oder die Fieberambulanz bei akuten Beschwerden. Das Corona-Schnelltestzentrum des Landkreises zielt primär darauf ab, diese Strukturen zu entlasten“, heißt es weiter.

Vier positive Ergebnisse unter den 431

Das Team des DRK hat – unterstützt von Mitarbeitern des Landratsamts und dem Team der Rems-Murr-Kliniken – in den ersten Tagen jeweils 80 bis 90 Tests pro Tag durchgeführt. Von den 431 Tests waren vier positiv. Im Gegensatz zu den herkömmlichen PCR-Tests liegen die Ergebnisse noch am selben Tag vor.
Wir hoffen, dass dieser Beitrag des Landkreises, auch zusammen mit unserer aktualisierten Teststrategie für Schulen und Kitas, für mehr Klarheit sorgt. Schließlich wirbelt jeder Corona-Fall den Alltag vieler Familien durcheinander. Dasselbe gilt für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher. Unser Ziel muss sein, dass wir gemeinsam im Rems-Murr-Kreis gut durch den Winter kommen“, sagt Landrat Richard Sigel. Das Testzentrum werde so gut angenommen, dass bereits eine Ausweitung mit einer mobilen Einsatztruppe für einige Heime und Pflegeeinrichtungen auf der Agenda steht, ergänzt Sozial- und Schuldezernentin Stefanie Böhm.
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Bozen

Der Landkreis habe bei der Einrichtung des Corona-Schnelltestzentrums weitergedacht, weil es in vielen Pflegeeinrichtungen noch nicht genügend Schnelltests gebe, obwohl der Herbst längst da ist, schreibt das landratsamt und weiter: „Es wird daher wohl noch dauern, bis in der Praxis überall nach den Vorgaben der nationalen Testverordnung beispielsweise Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen regelmäßig und flächendeckend mit Corona-Schnelltests getestet werden können. Deshalb hat sich der Landkreis vorgenommen, hier in der Anfangsphase im Rahmen der Möglichkeiten auszuhelfen, um besonders die vulnerablen Gruppen zu schützen – bis alle ausreichend ausgestattet sind.“ Das funktioniere deshalb, weil die Rems-Murr-Kliniken frühzeitig ausreichend Schnelltests für einen sicheren Klinikbetrieb beschafft hätten.
So bekam beispielsweise allein die Diakonie Stetten 1000 Schnelltests aus diesem Klinikbestand, weil die eigenen Bestellungen noch nicht eingetroffen waren. „Ich hoffe, dass die verzögerten Lieferungen von Schnelltests kein Vorzeichen für Lieferengpässe sind, wie wir sie im Frühjahr bei der Schutzausrüstung erlebt haben. Denn dann wären auch bei Schnelltests bald Grenzen erreicht“, meint Sigel.

Corona-App: Was tun bei Warnung am Wochenende?


Das Gesundheitsamt rät: Wer eine rote Warnung über die Corona-App erhält, sollte sich so verhalten, als hätte er definitiv engen Kontakt zu einem Infizierten gehabt. Die Kontakte sollten auf das Mindeste reduziert und der Hausarzt kontaktiert werden, um einen Test zu bekommen.

Am Wochenende liegt bei den Ärzten jedoch der Schwerpunkt auf den Notfällen, die etwa starke Symptome oder Beschwerden haben. Bei leichten Symptomen am Wochenende gilt deshalb: Daheim bleiben, Kontakte reduzieren und am Montag den Hausarzt anrufen.

Bei starken Beschwerden können sich Betroffene an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder die Corona-Ambulanz in Schorndorf wenden. Sie ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, Anmeldung unter 0 71 81 / 67 31 24.

Die Warnung über die Corona-App allein ist keine Grundlage für eine Quarantäne-Anordnung, zumal Gesundheitsämter aus Datenschutzgründen nicht auf die Daten der App zugreifen dürfen. Deshalb sollten Bürger in solchen Fällen von sich aus Kontakte reduzieren, schreibt das Landratsamt. red