Die Vertreter der niedergelassenen Ärzte im Hohenlohekreis und das Landratsamt haben eine gemeinsame Strategie zur Umsetzung der neuen Corona-Testkonzeption des Landes Baden-Württemberg entwickelt. Diese werde seit Mittwoch, 6. Mai 2020, umgesetzt. Das teilte die Kreisverwaltung in einer Pressmitteilung mit.

Die Konzeption des Landes sieht neben den bereits bekannten Testungen von symptomatischen Personen gemäß RKI-Empfehlung weitere Fallgruppen vor. Dabei geht es um enge Kontaktpersonen (so genannte K1-Personen) von positiv getesteten Fällen oder auch Menschen in medizinischen Einrichtungen und in der stationären Pflege. Zudem soll bei Erkrankungshäufungen etwa in Gemeinschaftsunterkünften oder Betrieben verstärkt dort getestet werden.

Belzhag geschlossen – Corona-Test-Abstriche werden jetzt in Arztpraxen durchgeführt

Die Abstriche erfolgen künftig durch die niedergelassenen Ärzte in ihren Praxen: Die Hausärzte im Hohenlohekreis führen ihn selbst durch oder überweise an einen Kollegen. Für diese Fälle stehen Corona-Schwerpunktpraxen zur Verfügung und Praxen, die bereit sind, Abstriche von Patienten zu nehmen, die von anderen Praxen geschickt werden. Eine Überweisung an die Zentrale Abstrichstelle Belzhag erfolge vorerst nicht mehr. „Die Abstrichstelle war angelegt für eine sehr hohe Zahl an Testungen. Derzeit sind die niedergelassenen Ärzte jedoch sehr gut in der Lage, die anfallenden Abstriche in ihren Praxen durchzuführen“, erklärt Dr. Susanne Bublitz, Vorsitzende der Kreisärzteschaft Öhringen, in der Pressemitteilung.

In Folge dessen werde die Zentrale Abstrichstelle ab 16. Mai 2020 in einen Standby-Betrieb versetzt. Sollte das Lagebild sich ändern, bestehe jederzeit die Möglichkeit, die Abstrichstelle kurzfristig wieder in Betrieb zu nehmen. „Im Kern folgen wir mit der gemeinsamen Strategie für den Hohenlohekreis den Wünschen der Kreisärzteschaft, die Abstriche wieder in den eigenen Praxen durchzuführen“, wird Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung zitiert.


Dessen Dank an Ärzte habe auch Dr. Andreas Kühn betont, Vorsitzender der Kreisärzteschaft Künzelsau: „Die Zentrale Abstrichstelle hat insbesondere wegen des hohen Engagements der ehrenamtlichen Helfer, der Unterstützer der Kassenärztlichen Vereinigung sowie nicht zuletzt der Mitarbeiter des Landratsamtes hervorragend funktioniert.