Seit der Zunahme der Corona-Infektionen kaufen Menschen aktuell wieder vermehrt Lebensmittel und Hygieneartikel ein als üblich und legen sich einen überdurchschnittlich großen Vorrat an. Diese Beobachtung äußert das Landratsamt des Hohenlohekreises in einer Pressemitteilung. Schon bei der ersten Welle der Coronapandemie in Deutschland haben viele Menschen Hamsterkäufe getätigt. „Hierfür gibt es keinen Grund, denn trotz der momentanen Situation braucht niemand Angst haben, dass die Lebensmittel nicht reichen“, wird der Hohenloher Dezernent für ländlichen Raum Dr. Wolfgang Eißen darin zitiert. „Sicherlich ist es sinnvoll, einen gewissen Grundvorrat zu Hause zu haben, aber unsere Ernährung ist sichergestellt, es stehen ausreichend Grundnahrungsmittel zur Verfügung“.

Corona ist keine Gefahr für Nutztiere – Produkte können verzehrt werden

Auch der Lebensmitteleinzelhandel beteuere, dass aufgrund der Erfahrungen während der ersten Welle keine Versorgungslücken zu befürchten seien und deshalb auf die ständige Verfügbarkeit zu vertrauen ist. „Wenn jeder normal einkauft, steht niemand vor leeren Regalen“, so Eißen. Zudem liefern die Landwirte in der Region täglich frische Eier, Fleisch und Milch. Die Lager mit heimischen Obst und Gemüse seien jetzt im Herbst gut gefüllt. Da das Coronavirus keine Gefahr für Nutztiere darstelle, könne die Milch ohne Bedenken verzehrt werden. Auch Getreide, Nudeln und Mehl werden auf lange Sicht nicht knapp. Der Dezernent für ländlichen Raum empfiehlt den Einkauf im nächsten Hofladen: „Über den ganzen Hohenlohekreis verteilt gibt es viele Direktvermarkter, die sich darüber freuen. “

Nachbarschaftshilfen unterstützen isolierte Menschen

Personen, die unter Quarantäne stehen und ihr Zuhause nicht verlassen dürfen, können Freunde und Familie oder im Wege der Nachbarschaftshilfe um Unterstützung bitten, damit diese bei Bedarf Lebensmittel vor die Türe stellen.