Ende Oktober sagten die Verantwortlichen der Stadt schweren Herzens den Kalten Markt für 2021 ab. „Mir macht das gerade auch keinen Spaß“, gab Oberbürgermeister Michael Dambacher damals zu. Spätestens mit Verlängerung des Lockdown Light bis zum 10. Januar 2021 ist klar: Das war die richtige Entscheidung, denn jener Sonntag ist der erste nach Dreikönig, und das ist traditionell seit über 1000 Jahren der Auftakt für das größte der Ellwanger Feste. Aber so ganz ohne Kalter Markt kann der Ellwanger dann doch nicht sein.
Einen „Kalten Markt in warmen Stuben“ plant die Stadt statt dessen, so Ordnungsamtsleiter Thomas Steidle. City-Managerin Verena Kiedaisch steuert das Motto für den Kalten Markt 2021 bei: „Herzenssache Kalter Markt“.

Um Beflaggung gebeten

Rund 4,4 Tonnen Kutteln würden normalerweise in Ellwangen rund um den Kalten Markt verzehrt, so Dambacher. Auch wenn alle Veranstaltungen und Programmpunkte in den Straßen ausfallen, so soll dennoch an allem festgehalten werden, was möglich ist: „Das wollen wir greifbar halten. Wir appellieren daher an die Bürger der Innenstadt, in der Zeit trotzdem die Festbeflaggung aufzuziehen.“ Wer durch die Stadt geht, soll einen Hut tragen, so Steidle, so wie es immer am Kalten Markt Tradition ist.
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„Ansonsten wird sich viel medial abspielen. Wir arbeiten ein Programm aus“, berichtet Kiedaisch. „Die Pferdewitze wird es auf jeden Fall geben“, versichert Dambacher. „Ansonsten versuchen wir, alles, was angesichts der derzeitigen Unwägbarkeit und Unplanbarkeit möglich und mit den gültigen Corona-Vorschriften vereinbar ist, umzusetzen.“
Das kann dann vom „Virtuellen Kuttelessen“ am Kalter Markt-Montag bis hin zum gemeinsamen Kalte-Markt-Lied-Singen an geöffneten Fenstern zu Hause reichen. Auch der Handel soll mit Aktionen online eingebunden werden.