Fichtenau-Lautenbach Fest am See: Chillout am Storchenweiher

Fichtenau-Lautenbach / Luca Schmidt 05.07.2018
Das Fichtenauer Fest am See in Lautenbach geht am Wochenende in die 42. Runde. Das traditionelle Treideln fällt heuer möglicherweise aus – schuld daran sind Algen.

Wenn die Bürgermeisterin zur Programmiererin wird, wenn der Bauhof rund um die Uhr im Einsatz ist und Lautenbach herausgeputzt wird, dann wissen die Fichtenauer: Bald ist wieder Fest am See am Storchenweiher.

Zweieinhalb Tage sind Bauhofleiter Peter Gaukler und sein Team im Einsatz, um den Besuchern ein unbeschwertes Fest zu ermöglichen. Dabei sind sie für die Einrichtung des Festzeltes verantwortlich: Tische und Bänke, Strom, Küche und was sonst noch anfällt. Aufgestellt wird das Zelt von den Feuerwehrleuten Fichtenaus.

Wenn dann alles steht und Lautenbach herausgeputzt wurde, ist aber noch nicht Schluss für die Mitarbeiter des Bauhofs: „Jeder muss zusätzlich zwei Arbeitsschichten am Festwochenende übernehmen“, sagt Gaukler – mit rund 120 freiwilligen Helfern, die ausschenken, spülen und bedienen. Nicht zu vergessen: Am Montag muss schon wieder abgebaut werden.

Zufriedenheit zählt

Besucherzahlen sind Bürgermeisterin Anja Wagemann nicht wichtig, auch wenn es mit den Neuerungen 2017 mehr waren als bei vergangenen Auflagen des Festes. „Mir ist wichtig, dass die Leute zufrieden sind.“ Dabei muss sie im Vorfeld Aufgaben übernehmen, die eigentlich nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen – wie beispielsweise das Programmieren der Kassen. Generell habe sie in der Woche vor dem Fest am See kaum Termine – die Veranstaltung fordert fast ihre ganze Aufmerksamkeit. Am Wochenende ist sie dann an allen drei Tagen vor Ort. Allerdings nehmen ihr Lisa Zott, die für die Organisation zuständig ist, und Carmen Eckert, die sich um die Unterhaltung kümmert, in diesem Jahr jede Menge Arbeit ab.

Auch heuer gibt es einige Neuerungen rund um das Fest. „Wir haben wieder einen Weizenstand und ganz neu ist eine Chill­-out-Lounge“, sagt Wagemann. Die befindet sich in der kleinen Holzhütte neben dem Festzelt.

Eines ist in diesem Jahr aber gefährdet: der Treidelwettbewerb. Das warme, sonnige Wetter hat die Algen im Storchenweiher wachsen lassen. Wenn der Wind Richtung Festufer weht, ist das Wasser am Steg giftig grün. Eine Entscheidung werden Gaukler und Wagemann aber erst nach einer Besichtigung fällen.

So läuft das Fest ab

Los geht’s morgen um 19 Uhr mit dem Bieranstich. Anschließend spielt der Musikverein Fichtenau und um 22.30 Uhr wird das „Fest-Suggele“ verlost.

Am Samstag, 7. Juli, hat dann der Markt geöffnet. Um 16 Uhr wird der Crosslauf veranstaltet, bevor abends die Rotachtaler Musikanten im Zelt für Stimmung sorgen.

Am Sonntag, 8. Juli, wird zunächst ein Gottesdienst gefeiert. Das Kinderland mit Schminken und Spielen hat von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Um 14 Uhr soll auf dem Storchenweiher getreidelt werden.

Zum Abschluss zündet Jens Feller am Sonntag bei Einbruch der Dunkelheit wieder ein großes Feuerwerk. Er ist Feuerwehrkommandant der Fichtenauer Partnergemeinde Krippen. luc

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