Schwäbisch Hall Campus will Geld vom Land

Zwischen dem Telekom-Komplex (Bildhintergrund) und den Mehrfamilienhäusern am Bonatzweg (Gebäude im Vordergrund) wartet die ehemalige Druckerei Schwend in den Herrenäckern auf eine neue Nutzung. Die Stadt Hall hat den Industriekomplex erworben, dort soll der Campus Schwäbisch Hall Erweiterungsflächen erhalten. Foto: Ballonteam Höfer
Zwischen dem Telekom-Komplex (Bildhintergrund) und den Mehrfamilienhäusern am Bonatzweg (Gebäude im Vordergrund) wartet die ehemalige Druckerei Schwend in den Herrenäckern auf eine neue Nutzung. Die Stadt Hall hat den Industriekomplex erworben, dort soll der Campus Schwäbisch Hall Erweiterungsflächen erhalten. Foto: Ballonteam Höfer
Schwäbisch Hall / PM 14.04.2012
"Medien, Design und Kommunikation": Der Haller Campus der Hochschule Heilbronn soll einen neuen Studiengang erhalten. Dafür wurde Geld beim Land für den Staatshaushalt 2013/2014 beantragt.

Derzeit werden 500 Studenten in fünf betriebswirtschaftlichen Fächern unterrichtet. Ab Herbst 2012 kommt "Management und Personalwesen" dazu. Nun geht es um noch einen Studiengang, der ab 2013 mit dem Abschluss "Bachelor of Arts" in Schwäbisch Hall eingeführt werden soll und die Studienschwerpunkte Medien- und Produktdesign umfasst.

"Interessant an der neuen Fachrichtung ist auch die projektbezogene Integration mit den anderen drei Studiengängen", so der Haller Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. Der neue Studiengang soll für insgesamt 48 Studierende ausgerichtet sein und eine Regelstudienzeit von sieben Semestern haben.

Die Stadt Hall unterstützt das Vorhaben einer Erweiterung der Hochschule, da der Bedarf an Studienplätzen im ländlichen Raum groß sei. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie des baden-württembergischen Ministeriums für den ländlichen Raum hervor.

Darin heißt es, dass eine moderate Erweiterung der Hochschulbildungsmöglichkeiten in regionalen Mittelzentren - und somit auch in Hall - notwendig sei. Schon jetzt ist die Raumschaft Schwäbisch Hall-Hohenlohe die Region mit dem niedrigsten Angebot an Studienplätzen in ganz Baden-Württemberg, betont die Stadtverwaltung. Während der Landesdurchschnitt bei 25 Studienplätzen pro 1000 Einwohnern liegt, standen im Jahr 2011 vor Ort nur 5,8 Studienplätze pro 1000 Einwohner zur Verfügung.

Aufgrund dieser Erweiterung des Hochschulstandortes stoßen die bisherigen Einrichtungen und Gebäude am Campus Schwäbisch Hall allerdings an ihre Grenzen. Pelgrim: "Wir haben hierfür im Haushalt 5,4 Millionen Euro für den Ausbau der ehemaligen Druckerei Schwend eingestellt und versuchen damit, dem neuen Studiengang eine gute Grundlage zu bieten. Auch was den Wohnraum für die neuen Studentinnen und Studenten betrifft, sind wir auf einem guten Weg." Zwar hätten Stadt und Hochschule bei einer Veranstaltung im Januar im privaten Sektor um Mittel geworben.

Über dieses Engagement hinaus erwarten die Verantwortlichen aber, dass das Land den Aufbau unterstützt, damit ab 2013 die ersten Studierenden in dem neuen Fach unterrichtet werden können.