Stimpfach Bullinger kritisiert geplante Schließung der Jugendherberge Rechenberg

Die Jugendherberge auf Schloss Rechenberg soll geschlossen werden.
Die Jugendherberge auf Schloss Rechenberg soll geschlossen werden. © Foto: Ortner Media / Patrick Ortner
Stimpfach / pm 16.07.2018

Einen HT-Artikel zur geplanten Schließung der Jugendherberge auf Schloss Rechenberg hat FDP-Politiker Dr. Friedrich Bullinger zum Anlass für eine parlamentarische Anfrage an die grün-schwarze Landesregierung genommen. Er will vor allem wissen, wie sich die Anzahl von Jugendherbergen im ländlichen Raum in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Bullinger hatte bereits in der vergangenen Legislaturperiode einen Antrag zum Jugendherbergswesen gestellt. „Damals bin ich noch davon ausgegangen, dass sich die Geschäftspolitik des Jugendherbergswerkes im Land weiterhin nach einer möglichst flächendeckenden Verteilung von Standorten orientiert“, sagt er. „Leider scheint dies, wie unter anderem die Vorgänge in Rechenberg zeigen, so mittlerweile nicht mehr der Fall zu sein.“

Fokussierung auf Großstädte

Es sei nicht akzeptabel, teilt Bullinger mit, dass man für sich die unzweifelhaft vorhandenen Vorteile der Gemeinnützigkeit und staatlichen Förderung in Anspruch nehme, die Geschäftspolitik jedoch einseitig auf Standorte in Großstädten fokussiere. Der Politiker weiter: „Es ist einfach nicht in Ordnung, wie hier mit der Gemeinde Stimpfach und den vor Ort kommunalpolitisch Verantwortung tragenden Personen umgegangen worden ist. Die Gemeinde hat massiv finanzielle Mittel in die Hand genommen, um ihrerseits die Infrastruktur rund um die Anlage zu ertüchtigen und den Standort attraktiver zu machen. Das jetzt nach so langer Zeit der Sanierungsmaßnahmen quasi handstreichartig mit der endgültigen Schließung des Standortes gedroht wird, ist ein Schlag ins Gesicht für die Menschen vor Ort und wirft ein bezeichnendes Licht auf die Strategie und das Geschäftsgebaren des Jugendherbergswerkes.“

Er erwarte nun eine aktive Rolle der Landesregierung, was die strategische Ausrichtung des Jugendherbergswerks und die Situation in Rechenberg angehe.

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