Die Angriffe gegen den Werbezwerg der Bundesgartenschau werden immer schlimmer. Der große pinkfarbene Gartenzwerg, genannt „Karl“, in der Gemeinde Beilstein im Kreis Heilbronn ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag gesprengt worden. Das teilte die Polizei mit. Die Brocken seien bis zu 25 Meter weit geflogen.

In Mainhardt wurde der Bundesgartenschau-Werbezwerg in der Woche zuvor gestohlen:

"Durch die herumfliegenden Teile kann viel kaputt gehen", sagte Polizeisprecher Rainer Köller zu einem Reporter der Heilbronner Stimme. Im selben Artikel kommt auch der Bürgermeister Patrick Holl zu Wort: "Das war nicht aus einer Laune heraus, sondern geplant." Die Gemeinde habe Strafanzeige gestellt.

Frau und Männer in Untereisesheim festgenommen

Wie Köller gegenüber swp.de mitteilt, geht die Polizei bei den Taten nicht von Serientätern aus. In der Regel vermuten die Ermittler Alkohol im Spiel. Im Fall eines beschädigten Zwerges haben die Ermittler eine Frau und drei junge Männer in Untereisesheim festgenommen, die von Zeugen gesehen wurden. Der Polizeisprecher betont:

„Solche Leute sollten bedenken, dass eine Bundesgartenschau auch mit öffentlichen Geldern finanziert wird.“

Welcher Sprengstoff in Beilstein verwendet worden sei, könne Kölller nicht sagen - nicht nur aus ermittlungstaktischen Gründen, sondern auch, um keine Trittbrettfahrer zu animieren.

In der Gemeinde Flein (Kreis Heilbronn) sei in der selben Nacht ein solcher Zwerg beschädigt worden, so die Polizei: Unbekannte haben ihn aus der Verankerung gerissen und auf einen Stromverteilerkasten gestellt. Von dort ist er heruntergefallen und ging dadurch weiter kaputt.

Hinweise nimmt der Polizeiposten Weinsberg entgegen (07134/9920).

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