Seit Dienstag herrscht Hektik. Viele ehrenamtliche Helfer, Büchereiangestellte und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs ziehen um und schleppen mehr als 11.000 Medien der bisherigen Stadtbücherei in den neuen Schrozberger Lesetreff.

Endlich ist es so weit: Nach langen Diskussionen, Vorgesprächen, Kostenvoranschlägen und einem Bürgerentscheid mit eindeutigem Ergebnis wird nun ein neues Kapitel aufgeschlagen. Seit Anfang der Woche sind emsige Helfer dabei, schwere Bücherkisten, DVD-Boxen, CD-Schachteln und Kartons voll mit Spielen in der alten Bücherei zu befüllen und sie nach dem beschwerlichen Weg über die Treppen im Rathaus im Lesetreff wieder auszupacken.

Ein Berg an Arbeit

Allein mit dem Packen in Behältnisse wäre schon ein Berg an Arbeit erledigt, aber damit ist es noch lange nicht getan. Die Kartons müssen sorgfältig nach Themen, Altersgruppen und nach Autoren sortiert und beschriftet werden. Die Bauhof-Leute stemmen die schweren Behältnisse die Treppen hinunter, verladen sie in Transporter und fahren zum Lesetreff. Dort warten weitere fleißige Hände, um sie gleich zu den richtigen Regalen zu stellen. So ein Umzug ist ein ganz schöner Kraftakt, nicht nur körperlich, sondern auch organisatorisch. Noch sind die weißen Regale leer. Fußboden und Decke sind aus freundlichem Holz, und der ganze Raum erstrahlt tageslichthell. Man fühlt sich willkommen.

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Schrozberg

Die Regale und Abtrennungen wurden sorgfältig mit Klebestreifen unterteilt, wo welche Bücher zu stehen haben. Eine Helferin hat in mühevoller Kleinarbeit die Zentimeter berechnet, wo der nächste Buchstabe der Autoren beginnt. Mehr als 20 Ehrenamtliche haben sich zur Unterstützung angemeldet. Sie investieren ihre freie Zeit. Geschlecht und Alter spielen keine Rolle. Sogar Kinder und Jugendliche helfen tatkräftig mit. Neben der beachtlichen Zahl an Ehrenamtlichen leisteten Bauhof, Büchereimitarbeiterinnen und Andreas Köhnlein, der bisher Hausmeister der Schrozberger Schule war, nun aber auch den Lesetreff zu seinen Aufgaben dazubekommen hat, unverzichtbare Unterstützung.

Immer einen Gedanken voraus

„Herr Köhnlein sorgt für die Infrastrukur im Lesetreff. Er denkt immer schon einen Gedanken voraus. Ich bin so dankbar über so viel Unterstützung und Hilfe. Und bin überwältigt von allen, die uns hier amtlich wie ehrenamtlich zur Seite stehen“, erklärt Anette Brändle, die Leiterin des Lesetreffs strahlend. Andreas Köhnlein sorgt übrigens auch für die gesamten technischen Anlagen wie Schließanlage, das Licht und die Heizung.

Kreis Hall

Am Wochenende soll der Umzug erledigt sein. In den nächsten beiden Wochen kommen die RFID-Technik, die Alarmanlage, Computer und Telefone und dann die restlichen Möbel und Sitzgelegenheiten. Es ist noch so einiges zu tun, bis die Seiten im neuen Kapitel „Lesetreff“ beschrieben werden können und sich die Türen im Lesetreff für den
Normalbetrieb öffnen können. Am 25. Januar wird der Lesetreff ab 13.30 Uhr mit einem Tag der offenen Tür eröffnet. Eine Realschulklasse übernimmt die Bewirtung.

Start ist am 27. Januar

Nach dem Umzug startet der reguläre Betrieb am 27.Januar mit neuen Angeboten wie dem Lese-Café, dem Lese-Film-Treff und dem Lese-Forscher-Treff.

Info


Die erweiterten Öffnungszeiten: montags 12 bis 18 Uhr, dienstags 9 bis 14 Uhr, donnerstags 12 bis 18 Uhr und freitags 9 bis 12 Uhr und 17 bis 19.30 Uhr.