Rot am See Brettheimer Wald könnte bald neu geordnet werden

Rot am See / MATHIAS BARTELS 02.01.2014
Die Gemeinde Rot am See will im Areal Brettheim, Hausen am Bach und Reubach eine Waldflurneuordnung anstoßen. Zunächst soll die Sachlage erörtert, dann sollen die weiteren Schritte eingeleitet werden.

Weitgehend stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung der Auffassung der Forstverwaltung und des Landratsamts zu, dass in diesem zusammenhängenden Waldgebiet eine Neuordnung "sehr sinnvoll und geradezu prädestiniert" sei. "Es gibt keine vermessenen öffentlichen Wege, die vorhandenen Wege sind zu schmal und haben keine ausreichende Entwässerung", heißt es in der Sitzungsvorlage. Zudem gebe es keine öffentlichen Holzlager- und Rückeplätze. Die Grundstückszuschnitte seien ungünstig und unpraktikabel, weil es sich dabei großteils um "Handtuchgrundstücke" handle.

Die Ortschaftsräte in Brettheim, Hausen am Bach und Reubach stehen einer Neuordnung grundsätzlich positiv gegenüber und haben beschlossen, die Maßnahme prüfen zu lassen. Damit sei nicht automatisch verbunden, dass die Flurneuordnung auch umgesetzt wird. Als nächster Schritt sind Info-Veranstaltungen für die betroffenen Grundstückseigentümer vorgesehen, bei denen deren Bereitschaft zur Beteiligung abgefragt werden soll.

Dabei würde dann, so Bürgermeister Siegfried Gröner, auch der grobe Kostenrahmen erläutert, der sich allerdings in Grenzen halten dürfte. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der staatliche Zuschuss bei "70 plus x Prozent" liegen könnte. Gröner: "Am Geld wirds sicher nicht scheitern."

Ins Bild passte bei der Ratssitzung auch der Bericht von Revierförsterin Florentine Blessing aus Kirchberg. In ihrem Rückblick auf 2013 erwähnte sie einen Holzeinschlag von 295 Festmetern, der allerdings in den kommenden Jahren zurückgefahren werden soll. 2014 werden nur noch 145 Festmeter geschlagen. An "Bestellungen" liegen jährlich rund 200 Festmeter vor, sagte sie. Stattdessen sollten mehr neue Kulturen angelegt und der Jungbestand gepflegt werden. "Kurzzeitplantagen" für die Nutzung der Energiewirtschaft würden in keinem Fall zugelassen, ergänzte sie.