Den Brand eines Einfamilienhauses in Ammertsweiler am Montagabend hatte die Mainhardter Feuerwehr schnell Griff. Um 18.57 Uhr ging die Alarmierung ein, um 19.05 Uhr waren die ersten Kräfte vor Ort. „Der erste Löschangriff war dann um 19.10 Uhr“, sagt Bernd Schanzenbach. Der Kommandant der Mainhardter Gesamtwehr steht nach Beendigung der Löscharbeiten mit einigen Kameraden zusammen und bespricht als Einsatzleiter das weitere Vorgehen. „Das war ein Vollalarm. Das Stichwort Wohnhausbrand hat natürlich für Aufregung gesorgt“, so Schanzenbach. Seine Leute hätten aber professionell gehandelt und die Flammen schnell unter Kontrolle gehabt, „da macht sich eine gute Ausbildung bezahlt“.

Haller Wehr in Reserve

Aus bislang unbekannter Ursache hat am frühen Montagabend die Holzpergola eines Einfamilienhauses Feuer gefangen. Die Flammen sprangen auch auf die Fassade, den Dachstuhl und das Innere des Gebäudes über. Der dabei entstandene Sachschaden wird von der Polizei mittlerweile auf 150 000 Euro geschätzt.

Alle fünf Abteilungen der Mainhardter Gesamtwehr waren mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. In Reserve stand noch ein Löschzug samt Drehleiter der Feuerwehr Schwäbisch Hall. „Ich schätze, dass 80 bis 100 Feuerwehrleute dabei waren“, sagt Schanzenbach. Außerdem waren das DRK aus Mainhardt und Schwäbisch Hall mit zahlreichen Einsatzkräften sowie Streifenwagen der Polizei vor Ort. Verletzt worden ist niemand, nicht die beiden älteren Bewohner des Hauses und auch keine Feuerwehrleute. „Der Anwohner hat uns zu Beginn der Löscharbeiten auch noch unterstützt“, lobt der Kommandant.

Das Wasser für die weiteren Löscharbeiten musste vom rund 800 Meter entfernten Lösch­wasserteich den Berg hinauf­gepumpt werden. Mehrere Kilometer Schlauch mussten verlegt werden. Zahlreiche Feuerwehrleute waren schwer beschäftigt, die Schläuche so schnell wie möglich zu legen – das Wasser aus den Einsatzfahrzeugen neigt sich ja irgendwann mal dem Ende zu. „Fragen Sie mich aber nicht, wie viel Meter Schlauch es genau ­waren“, sagt Kommandant ­Schanzenbach. „Wir sind sehr froh, dass wir den Teich haben. Der nor­male Wasserdruck hätte wahrscheinlich nicht ausgereicht.“ Nach dem Ende der Löscharbeiten konnte ein Großteil der Feuerwehrkräfte abrücken. „Nur die Abteilung Ammertsweiler ist noch etwas länger zur Absicherung vor Ort gewesen“, sagt Pascal Simm, Pressesprecher der Feuerwehr Mainhardt, am Dienstagmorgen auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Polizei hat mittlerweile Untersuchungen zur Ermittlung der Brandursache aufgenommen.