Satteldorf / Ute Schäfer Bürgermeister Wackler weiß offenbar mehr über den Bölgentaler Steinbruch, darf aber dem Rat nichts verraten.

Es gibt Neuigkeiten in Sachen Steinbruch Bölgental – und auch wieder nicht. Dies wurde deutlich in einem Statement von Bürgermeister Wackler bei der jüngsten Ratssitzung.

So viel ist bekannt: Die Satteldorfer Verwaltung und das Unternehmen Schön + Hippelein, das in Bölgental Muschelkalk abbauen will, trafen sich unlängst im Landratsamt beim Scoping-­Termin, teilte Kurt Wackler dem Gremium mit. Dieses Prozessmanagement ist vorgeschrieben und soll das Genehmigungsverfahren möglichst effektiv gestalten, indem es die Parteien frühzeitig an einen Tisch bringt.

Der Regionalverband will das Gebiet für den geplanten Steinbruch bei Bölgental nicht aus dem Regionalplan streichen.

„Beim Scoping-­Termin haben wir erfahren, dass das Unternehmen den Abbauantrag stellen und damit ins Genehmigungsverfahren gehen wird“, teilte Wackler mit. Mehr könne er allerdings nicht sagen. „Wir sind derzeit in der Abstimmung, inwieweit wir das veröffentlichen und der Allgemeinheit zugänglich machen können.“ Und da, berichtet Wackler, sei ein Streit entbrannt. Uneins sei man darüber, „zu welchem Zeitpunkt wir Infos weitergeben können.“

Anders als in ersten Plänen

Ginge es nach ihm, würde er sofort und umfassend informieren – alle Bürger und per Gemeindeblatt. „Wenigstens die grundsätzlichen Eckwerte“, so der Bürgermeister, der um Transparenz bemüht ist. „Wenigstens, in welche Richtung es geht.“ Denn: „Da sage ich nicht zu viel: In den aktuellen Plänen sieht es anders aus als in den Plänen, die seinerzeit in der Turnhalle in Gröningen vorgestellt wurden. Wie man das bewertet, soll jeder für sich entscheiden.“ Ihm sei sogar ein Termin für die Antragstellung bekannt, sagte er auf Anfrage von Gemeinderat Wilhelm Beck. „Aber ich bin nicht autorisiert, das öffentlich zu machen.“

Die Landkreisverwaltung zeigt auf, wann von einem Katastrophenfall im eigentlichen Sinn gesprochen wird.

Derzeit sei die Gemeinde mit der Genehmigungsbehörde, also dem Landratsamt, und mit dem Antragsteller, beziehungsweise dessen Berater, in der Diskussion. Und da gehe es seit Tagen allein um die Ausfertigung des Protokolls, so Wackler, „wo man sich über die unterschiedlichsten Formulierungen auseinandersetzt.“ Das seien „so die Spielchen. Da zieht man sich aufs Formaljuristische zurück.“

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