Fichtenberg Betreuung auf Probe

Fichtenberg / BRIGITTE HOFMANN 06.08.2015
Die Betreuung außerhalb der Unterrichtszeiten an der Grundschule Fichtenberg ist ein oft und viel diskutiertes Thema. Der Bedarf ist da, Umfang und Finanzierung aber lassen diverse Fragen offen.

Zum Thema "Verlässliche Grundschule" hatten GWRS und Gemeinde Fichtenberg ein Schreiben an alle Grundschuleltern verschickt mit der Bitte, den beiliegenden Vertrag, der verbindlich für das Schuljahr 2015/2016 gilt, zurückzusenden. Vorausgegangen waren Gespräche und eine Informationsveranstaltung, um das grundsätzliche Interesse der Eltern abzufragen. Das Betreuungs- und Essensangebot darf sehr flexibel gehandhabt, muss dann aber verbindlich in Anspruch genommen werden, damit für den Träger Planungssicherheit besteht.

Da zunächst reger Bedarf signalisiert wurde, war die Gemeinde bereit, dem Wunsch der Eltern zu folgen und ein Nachmittagsangebot mit pädagogischer Begleitung und Hausaufgabenbetreuung einzurichten. Die Rückmeldungen für die Vormittage entsprachen den Erwartungen, die für nachmittags lagen jedoch darunter. Das wirft Fragen nach den Kosten und dem Kostenanteil für die betroffenen Eltern auf, zumal dafür Zuschüsse von öffentlicher Hand kaum zu erwarten sind.

Nun hatte der Gemeinderat über das Ergebnis der Umfrage, die sich in drei Teile gliedert, zu befinden.

Das bisher bestehende Angebot von Montag bis Donnerstag im Zeitraum von 7.30 bis 13 Uhr mit den Erzieherinnen Irmgard Merkl und Bernadette Weiler fortzuführen.

Von 13 bis 16 Uhr eine Nachmittagsbetreuung mit Erzieherin Johanna Schandor neu anzubieten.

Mittagessen auszugeben im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms, ein Bildungs- und Betreuungsangebot, für welches Zuschüsse aus einem speziellen Fördertopf zur Verfügung stehen, das aber eine Gruppengröße von mindestens fünf Schülerinnen und Schülern verlangt.

Laut der aktuellen Umfrage wird diese Zahl nur donnerstags erreicht. Ein Essen kostet 3,40 Euro. Angedacht ist, an den anderen Tagen das Essen im Kindergarten zu servieren. Die Kosten für die Vormittagsbetreuung liegen je nach Schülerzahl bei 30 bis 35 Euro im Monat. Da die Nachfrage für die Nachmittage geringer ist als erwartet, würde sich der Kostenanteil der Eltern ziemlich erhöhen. Bürgermeister Roland Miola schlug deshalb vor, den Anteil zu deckeln und stellte den Betrag von maximal 50 Euro in den Raum. Im Ausgleich wäre die Gemeindekasse zu belasten. Die Gemeinderäte stimmten zu.

Das heißt, im kommenden Schuljahr wird von Montag bis Donnerstag, in Blöcken von 7.30 bis 16 Uhr, eine Betreuung angeboten. Ein Jahr will man testen, ob das so funktioniert. "Vielleicht wächst mit dem Angebot der Bedarf", gab sich Gemeinderat Jörg Weckler optimistisch. Schulleiter Richard Hänle zeigte sich erfreut: "Ich begrüße das natürlich und wünsche, dass es Schule macht!"

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