Schrozberg Bestes Tier Schrozbergs gesucht

Schrozberg / Luca Schmidt 17.07.2018
Bei der Jungviehprämierung zum Jacobi-Sommerfest wurden ausschließlich Schrozberger Rinder bewertet. Großer Gewinner: Thomas Heilmann. Drei seiner Tiere räumen vordere Plätze ab.

Ein sehr ausgeglichenes Tier, die Übergänge passen. Insgesamt sehr vielversprechend“ – so beschreibt Thomas Klenk, Vorsitzender des Rinderzuchtvereins Schwäbisch Hall, die Siegerin der Fleckvieh-Jungviehprämierung des Jacobi-Sommerfestes in Schrozberg. 53 Rinder von fünf Züchtern waren angemeldet. Das Besondere: Mit den Landwirten Balmberger, Gerlinger, Heilmann, Kuppler und Lober kamen alle fünf Züchter aus Schrozberg.

Sieben Ringe, sieben Sieger

Die Rinder wurden zunächst auf einer Wiese neben der Stadthalle angebunden. Anschließend wurden sie in sieben Gruppen, sogenannten Ringen, und nach Alter geordnet der Jury präsentiert. Dafür liefen die Landwirte mit den Rindern in einem Kreis um die Richter Thomas Klenk und Franziska Unfried. Die Gewinner der Ringe qualifizierten sich für das Finale. Hier wurden die Rinder noch einmal in zwei Altersklassen unterteilt. Am Ende standen zwei Sieger und zwei Reservesieger fest (siehe Infokasten).

Nach welchen Kriterien entschieden wird, kann Franziska Unfried erklären. Sie ist Zuchtinspektorin bei der Rinderunion Baden-Württemberg. „In erster Linie werden die Entwicklung des Tieres und das Fundament bewertet“, sagt die 23-Jährige. Weitere Faktoren sind beispielsweise die Euter und Muskeln der Tiere.

Nur ohne Nachwuchs

Voraussetzung für die Teilnahme: Die Tiere dürfen noch keinen Nachwuchs bekommen haben. „Im Normalfall kalben die Rinder in einem Alter von 24 bis 28 Monaten“, sagt Harald Gronbach, stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes.

Was für einen Aufwand die Landwirte betreiben, weiß Schrozbergs Bürgermeisterin Jacqueline Förderer. „Die Rinder laufen normalerweise frei und sind es nicht gewohnt, am Halfter geführt zu werden“, sagt sie. Das müssen die Landwirte erst mit ihnen üben. „Dann müssen die Tiere verladen, sauber gemacht und teilweise noch gestriegelt werden.“

Auch der Bauhof der Stadt Schrozberg ist gefordert und muss die Wiese vorbereiten. Trotzdem ist Förderer gerne auf ihrer mittlerweile dritten Viehprämierung des Jacobi-Fests. „Die Schrozberger Landwirte messen sich hier miteinander und es sind viele Interessierte da.“

Eines steht aber fest: Die Jungviehprämierung wird nicht mehr lange auf der Wiese neben der Stadthalle abgehalten werden. Ein Spielplatz wird auf der Wiese gebaut – es steht nur noch nicht fest, wann, so Jacqueline Förderer. Es gibt aber schon mögliche Alternativen: „Man könnte die Prämierung auf der Wiese hinter dem Fußballplatz machen oder auf dem Parkplatz der Stadthalle“, sagt Förderer. Über den genauen Standort müsse man jetzt aber noch beratschlagen.

Schrozbergs sieben beste Rinder

Siegerin wurde bei den jüngeren Tieren die Nummer 22, Reservesiegerin die Nummer 14. Bei den älteren Tieren gewann die Nummer 33. Alle Rinder gehören Landwirt Thomas Heilmann. Den Reservesieg sicherte sich die Startnummer 52 der Kuppler GbR.

Bei den sieben Ringen zuvor gewannen außerdem folgende Rinder: Startnummern 2 (Heilmann), 26 (Kuppler) und 46 (Kuppler). luc

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