HAM Beobachtungen bei den Aufbauarbeiten für die Hohenloher Arena-Messe

Niedrig sind die Temperaturen, als die Mitarbeiter von Schwarz-Haustechnik Geislingen verschiedene Heizkessel aufbauen. Fotos: Wolfgang Rupp
Niedrig sind die Temperaturen, als die Mitarbeiter von Schwarz-Haustechnik Geislingen verschiedene Heizkessel aufbauen. Fotos: Wolfgang Rupp
Ilshofen / WOLFGANG RUPP 25.01.2013
Es ist kalt, bitterkalt in den Zelten und Hallen, in denen 24 Stunden vor der Eröffnung der Hohenloher Arena-Messe (heute um 11 Uhr) gearbeitet wird. Und trotzdem ist die Stimmung meist recht gut.

Ruth Blanz vom Weinhaus "La Pianura" in Mainhardt gehört zu den Ersten, die gestern Mittag ihren Stand fertig aufgebaut haben. "Es ist saukalt", beschreibt sie die Temperaturen im Zelt, in dem sie Sekt, Likör, Weiß- und Rotweine anbietet. Auf eine Kühlung der Getränke kann sie getrost verzichten. Sorge bereitet ihr nur die Frage: Wie bringe ich meinen Rotwein auf Trinktemperatur? Sie erinnert sich an einen Weihnachtsmarkt: ein Kirschkernkissen aufwärmen, dieses in eine isolierte Box legen und darauf den Rotwein. "Ich habe auch Glühwein dabei", sieht sie den nächsten "hoffentlich nicht ganz so kalten Tagen" ruhig entgegen.

Warm arbeiten müssen sich an diesem Freitagnachmittag selbst die Heizungsfachleute der Firma Schwarz-Haustechnik mit Sitz in Geislingen. Würden sie eine ihrer aufgestellten Holz-, Pellets-, Hackschnitzel oder die Kombi-Anlage auf Betriebstemperatur bringen, wäre die Arbeit für sie und andere Aussteller deutlich angenehmer. Der Flaschnerei-, Heizungs-, Sanitär- und Elektrobetrieb ist zum vierten Mal auf der Hohenloher Arena-Messe in Ilshofen vertreten. "Wir wollen uns vor allem bekannt machen und informieren", so Heizungsbaumeister Markus Vogt, der zusammen mit Pascal Spitzenberger und zwei weiteren Mitarbeitern den Stand aufbaut. "Da muss man schon klotzen", beschreibt Vogt die Vorarbeiten. An den drei Ausstellungstagen sind jeweils sechs, am Sonntag sogar sieben Mitarbeiter am Stand "und wir hoffen, dass es nicht so kalt bleibt". Als hätte Organisator Dieter Link diesen Satz gehört, springt auch schon eines der Warmluftgebläse an. 25 dieser leistungsfähigen Geräte sollen während den drei Ausstellungstagen für angenehme Temperaturen sorgen, hat der Organisator schon vor einer Woche versprochen. Ein Tanklastzug Heizöl werde gebraucht, so Link vor acht Tagen. Ob diese Menge bei den vorhergesagten Minustemperaturen für eine "warme Stube" wohl ausreichen wird?

Warm angezogen sind bei den Aufbauarbeiten am gestrigen Nachmittag Else und Theo Krämer aus Westgartshausen. Und warum machen es sich die 79-jährige Frau und ihr 75 Jahre alter Mann nicht in ihrer kuschelig warmen Wohnung in Westgartshausen gemütlich? Weil sie Tochter Jutta und Schwiegersohn Roland Thomas bei dieser Arbeit gerne unterstützen. Die beiden und ihre 19 Mitarbeiter sind Experten eines speziellen Servier- und Garsystems und demonstrieren, wie man ohne Wasser und Fett kocht. Und die Messebesucher dürfen sich auf Kostproben freuen.

Überhaupt keine Probleme mit der Kälte scheint Winnie zu haben. Das Minischwein grunzt vor sich hin, wühlt im frischen Stroh und lässt sich "Leckerlis" schmecken. Erstmals gibt es bei der Hohenloher Arena-Messe auch eine "Reptilienschau" mit diesem kleinen Schwein, mit noch kleineren Meerschweinchen, Kaninchen, Affen und Schlangen.