Stimpfach Beim SSV Stimpfach tanzen vier Teams – Fasching ist Hochsaison

Lächeln nicht vergessen: Die Ausstrahlung spielt bei Auftritten der Garde „Rot-Weiß“ (hier bei der Prunksitzung des SSV Stimpfach) eine große Rolle. Foto: Verein
Lächeln nicht vergessen: Die Ausstrahlung spielt bei Auftritten der Garde „Rot-Weiß“ (hier bei der Prunksitzung des SSV Stimpfach) eine große Rolle. Foto: Verein
Stimpfach / ALEXANDER SCHREIBER 19.02.2016
Wenn bei der Prunksitzung des SSV Stimpfach die Funkenmariechen in ihren roten Kostümen auf die Bühne steigen, zählt es. Dann zeigen die Stimpfacher Garden, was sie mühsam gelernt und einstudiert haben.

„Wir trainieren eigentlich das ganze Jahr für den Fasching“, sagt Nina Hofmann, Tänzerin in der Garde „Rot-Weiß“ des SSV.

Der Sportverein hat vier Tanzgruppen: für den Nachwuchs die kleine und die Juniorengarde, für Tänzerinnen ab 16 die Garde „Rot-Weiß“. Außerdem gibt es noch eine irische Stepptanzformation, die „Mini Blue Step Angels“.

Nina Hofmann ist dem Tanzen eng verbunden. Die 21-Jährige begann als Kind mit dem Gardetanz. Heute ist sie selbst Tanztrainerin beim SSV. Außerdem war sie Teil der „Blue Step Angels“. Die Stepp-Truppe war lange Jahre das Aushängeschild des Stimpfacher Tanzsports. 2003 und 2006 gewann die Gruppe die deutsche Meisterschaft im irischen Stepptanz.

Vor vier Jahren löste sie sich auf. „Wir wurden immer älter. Viele fanden keine Zeit mehr fürs Steppen“, erklärt Hofmann. Allerdings hat das ursprüngliche Nachwuchsteam „Mini Blue Step Angels“ mittlerweile das Jugend- und Erwachsenenalter erreicht und tritt in die Fußstapfen ihrer Vorgänger.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Auftritte der Stimpfacher Tanzformationen abgenommen. „Früher war ich fast jedes Wochenende unterwegs. Entweder mit den Steppern oder mit der Garde“, erzählt Nina Hofmann. Heute seien es nur noch eine Handvoll Auftritte pro Tanzgruppe, die meisten in der Faschingszeit.

Eine Stunde übt jede Garde pro Woche. Vor Fasching stehen außerdem an zwei Tagen gleich fünf Stunden Training auf dem Programm. Worauf es dabei ankommt? „Dass alle synchron und im Rhythmus tanzen. Und die Ausstrahlung ist wichtig“, sagt Nina Hofmann. Sandra Weingartner, die mit ihr die Juniorengarde betreut, ergänzt: „Wir achten auch auf Motorik und Körperspannung.“

Die Trainerinnen brauchen vor allem Geduld. „Klar ist es manchmal auch anstrengend“, sagt Weingartner. Vor allem mit den jungen Talenten. „Die Junioren haben ihren eigenen Kopf, da muss man eine gewisse Linie halten“, fügt Nina Hofmann hinzu. Die Tanzgruppen zu betreuen ist mit viel Zeitaufwand verbunden. „Man muss ja das Training auch vorbereiten und viele Dinge organisieren“, sagt Nina Hofmann, die jeden zweiten Tag in der Trainingshalle ist.

Mitmachen darf bei der Garde jeder, auch Jungs. Die einzige Voraussetzung: Spaß am Tanzen haben. Eine Choreografie dauert meist drei Minuten. Bis sie erstellt ist, vergehen hingegen Stunden. Hofmann betont: „Wir schauen nichts aus dem Internet ab. Alle Tänze entwerfen wir selbst.“