Mainhardt Bei Anzeichen von Depressionen sofort zum Arzt

Mainhardt / SWP 20.05.2015
Die Haller Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie Dr. Ulrike Schroeter referierte im Gemeindesaal in Geißelhardt zum Thema Depressionen.

"Auch wenn jeder ab und zu mal tieftraurig ist, geht es bei der Depression mehr um eine schwere Erkrankung, die sich darin zeigt, dass man sich völlig niedergeschmettert und wertlos fühlt und mit starken Schuldgefühlen zu kämpfen hat", so die Referentin. Das könne schon eine schwere Depression sein. Die Fachärztin wies darauf hin, dass die Depression eine seelische Erkrankung und keine geistige Krankheit sei. Früh-Warn-Symptome vor der Erkrankung seien Ein- und Durchschlafstörungen, ständige Müdigkeit und Erschöpfung, Lust- und Interesselosigkeit, Verlust an Fröhlichkeit, Gereiztheit, sexuelle Funktionsstörungen und körperliche Symptome wie etwa Kopf- und Gliederschmerzen oder Rückenschmerzen. Ohne Behandlung könne es zu schweren Schlafstörungen, morgendlichem Früherwachen, Antriebsstörungen, Energielosigkeit, Appetitminderung, Gewichtsverlust, quälende innere Unruhe, Angst und Panik bis zu Suizidgedanken kommen. Ursache einer Depression können Trauer und Tod von nahestehenden Personen, Überlastung bei dauerhaften familiären oder partnerschaftlichen Problemen sowie dauerhafte Konflikte und Stress am Arbeitsplatz sein. Was kann man vorbeugend tun? Auf Ausgewogenheit zwischen An- und Entspannung achten, genügend Ruhepausen und Muse, Urlaub, soziales Umfeld pflegen, ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung mit wenig Alkohol.

Die Veranstaltung des Krankenpflegefördervereins Bubenorbis-Geißelhardt wurde durch den Gesang des gemischten Chors Waldeslust aus Rappenhof musikalisch umrahmt. Zudem wurde aus der Bibel zitiert: "Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen."

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