Ilshofen Begehrte Wille-Söhne

An der Spitze der Fleckvieh-Jungkühe ging eine typische Humid-Tochter, die vom Betrieb Sperr aus Bölgental zum Verkauf vorgestellt wurde und bei der Versteigerung den Tageshöchstpreis von 2080 Euro erlöste. Privatfoto
An der Spitze der Fleckvieh-Jungkühe ging eine typische Humid-Tochter, die vom Betrieb Sperr aus Bölgental zum Verkauf vorgestellt wurde und bei der Versteigerung den Tageshöchstpreis von 2080 Euro erlöste. Privatfoto
Ilshofen / PM 18.05.2013
Die Rinderunion Baden-Württemberg hat kürzlich ihre im Jahresverlauf größte Auktion in der Arena Hohenlohe in Ilshofen ausgerichtet. Es kamen insgesamt 554 Tiere zum Verkauf, bei sehr zügiger Versteigerung.

Bei den Holsteins standen acht Jungkühe zum Verkauf, die Tagesleistungen von bis zu 38 Kilo Milch aufweisen konnten. Den Tageshöchstpreis von 1840 Euro verbuchte der Betrieb Weidner aus Künzelsau-Steinbach für seine angebotene Lonar-Tochter. Insgesamt ergab sich ein Durchschnittspreis von 1585 Euro.

Beim Fleckvieh wurden wie jedes Jahr im April auf Befruchtungsfähigkeit geprüfte Jungbullen angeboten. In diesem Jahr kamen 20 Bullen zum Verkauf, von denen 19 zum Durchschnittspreis von 1913 Euro verkauft wurden. Vor allem die vier angebotenen Wille-Söhne bestachen durch ihre enorme Entwicklung und erlösten allesamt Preise von 2000 Euro und mehr. Ein Wille-Sohn von Karl Straub aus Bopfingen erzielte mit 2950 Euro den Tageshöchstpreis.

Die 41 Jungkühe leisteten im Durchschnitt mehr als 29 Kilo Milch, allerdings gab hier der Preis nachfrage- und auch qualitätsbedingt etwas nach. Vor allem Tiere mit Mängeln im Euter oder Fundament konnten nur mit Preisabschlägen verkauft werden. Allerdings wurden vor allem typ- und euterstarke Kühe preislich honoriert. Den Tageshöchstpreis von 2080 Euro erlöste eine typische Humid-Tochter vom Betrieb Sperr aus Bölgental.

96 Jungrinder mit durchschnittlich 353 Kilo stießen auf eine überraschend große Nachfrage, sodass sich hier der Durchschnittspreis gegenüber dem Vorjahr um 70 Euro auf 766 Euro steigerte. Auch hier waren Wille-Töchter bei den Zuchtbetrieben sehr begehrt, zwei halbjährige Tiere brachten 820 Euro ein.

Die 48 Kuhkälber brachten im Mittel 77 Kilo auf die Waage und erzielten einen Kilopreis von 3,65 Euro netto, woraus ein Kopfpreis von 282 Euro resultiert.

337 Bullenkälber wogen im Schnitt 79 Kilo und erlösten 488 Euro netto je Tier oder 6,16 Euro je Kilogramm. Hier schlagen sich die fallenden Schlachtbullenpreise negativ auf die Nachfrage nieder.Info Die nächste Auktion in Ilshofen ist am Mittwoch, 29. Mai (Großvieh und Kälber Holsteins und Fleckvieh).