Energie Bausch + Ströbel baut erneut eine eigene Tankstelle

Warten auf ihren Einsatz: In diesen Tanks soll der Treibstoff der zukünftigen Betriebstankstelle von Bausch+Ströbel lagern.
Warten auf ihren Einsatz: In diesen Tanks soll der Treibstoff der zukünftigen Betriebstankstelle von Bausch+Ströbel lagern. © Foto: Ute Schäfer
Ute Bartels 02.11.2016
Per Gehaltsabrechnung das Auto volltanken: Bald ist dies für die Ilshofener Beschäftigten von Bausch + Ströbel wieder möglich.

Sie sehen aus wie gestrandete Wale, die vier Tanks, die da unter den Bäumen am Rande des Parkplatzes des Unternehmens Bausch+Ströbel in Ilshofen liegen. Die vier Tanks sollen das Herzstück einer Eigenverbrauchstankstelle werden, die die Firma einrichten will, und sie stammen von der ehemaligen BAG-Tankstelle auf dem Gelände, auf dem die Firma derzeit baut. Die Tanks sind unter den Bäumen an der Landesstraße also nur zwischengelagert, bis das behördliche Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist.

Eine Eigenverbrauchstankstelle ist eine Tankstelle, an der man normal tanken kann, nur nicht jeder. Sie ist ausschließlich für betriebseigene Fahrzeuge und Geräte bestimmt. Landwirte etwa sind auf ihre Hoftankstellen angewiesen, sagt Helmut Bleher, Geschäftsführer des hiesigen Bauernverbandes, „weil die meisten von ihnen weite Entfernungen zur nächsten Tankstelle haben.“

Natürlich müssen bei den Hoftankstellen Vorschriften eingehalten werden, doch erst wenn das Lagervolumen zehn Kubikmeter Diesel übersteigt, ist ein baurechtliches Genehmigungsverfahren nötig, teilt das Landratsamt mit – das im Übrigen für seine Dienstfahrzeuge keine eigene Betriebstankstelle unterhält.

Dem Bau der Tankstelle wurde zugestimmt

Die Tankstelle der Firma Bausch+Ströbel überschreitet diese Größe. Deshalb hat die Firma nun ein Genehmigungsverfahren eingeleitet. In diesen Prozess sind weitere Behörden wie etwa die für Wasser- oder Naturschutz, aber auch der Kreisbrandmeister oder das Gewerbeaufsichtsamt eingebunden. Die Gemeinde Ilshofen hat der Tankstelle in einer ihrer letzten Sitzungen schon zugestimmt.

Dabei ist eine Betriebstankstelle für die Firma Bausch+Ströbel nichts Neues. Schon seit den 1970er-Jahren unterhielt die Firma eine, teilt Petra Schumm mit. Zuerst nur für Diesel- und Betriebsfahrzeuge. Später durften auch die Mitarbeiter tanken und es wurde eine zusätzliche Super-Zapfsäule installiert.

Diese Tankstelle musste nun allerdings der im Bau befindlichen neuen Fertigungshalle weichen, sodass Bausch+Ströbel derzeit ohne Betriebstankstelle dasteht – sehr zum Bedauern der Firma und vor allem der Mitarbeiter. Denn die Vorteile für diese liegen auf der Hand, sagt Petra Schumm: „Die Tankstelle ist rund um die Uhr geöffnet, funktioniert bargeldlos und via Gehaltsabrechnung und hat stabile Preise, die in der Regel etwas unter dem Tankstellenpreis liegen.“

Deshalb soll die Betriebstankstelle auferstehen, und zwar auf dem neuen Parkplatz gegenüber dem Firmengelände, neben dem die vier Tanks jetzt schon auf ihren Einsatz warten.

Strom und Benzin für die Mitarbeiter

Die geplante Eigenverbrauchs­tanktelle der Firma Bausch+Ströbel ist nicht die einzige Tankstelle der Firma. Auf dem neuen Parkplatz gegenüber des Betriebsgeländes gibt es auch eine Elektrozapfsäule, die ebenfalls von den Mitarbeitern benutzt werden kann. Die Firmenflotte sei allerdings nicht auf Elektro umgestellt – abgesehen von zwei Hybridautos, teilt Petra Schumm von Bausch+Ströbel mit. Dies sei nicht angedacht und auch nicht möglich, „denn die Geschäftsreisen der Kollegen gehen in viele Länder Europas“, so Petra Schumm. uts