Region Bauern und Jäger lehnen Novelle des Jagdrechts ab

Region / SWP 17.06.2014
Bei der Jagdrechtsnovelle ziehen Bauernverband, Jäger und der SPD-Landtagsabgeordnete Nikolaos Sakellariou offensichtlich an einem Strang.

In der Pressemitteilung des Bauernverbandes heißt es klar, dass die Jagdrechtsnovelle für Landwirte und Jäger so nicht zustimmungsfähig sei. Das sehe der Haller SPD-Politiker ähnlich: "Wir brauchen ein Jagdrecht, das sowohl den Jägern, der Landwirtschaft als auch dem ländlichen Raum gerecht wird", so wird Nikolaos Sakellariou nach dem Gespräch mit den Bauern und den Kreisjägermeistern in der Geschäftsstelle des Bauernverbandes in Übrigshausen zitiert.

Bauernverband und Jagdverbände hätten während der Auslegungsphase des Entwurfs auf ihrer Meinung nach erhebliche Mängel des neuen Gesetzes hingewiesen. Die Kreisjägermeister Ziegler (Schwäbisch Hall) und Brenner (Crailsheim) machten deutlich, dass sich die Jägerschaft nicht verschließe, wenn es darum gehe, das bestehende Jagdrecht auf Schwachstellen hin zu durchforsten und diese zu ändern. Einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel, wonach über allen Fragen vorrangig der Naturschutz stehe und Fragen des Eigentums unberücksichtigt blieben, lehnen sie vehement ab.

Dies machte auch Klaus Mugele, der Vorsitzende des Bauernverbandes, deutlich. "Es kann nicht sein, dass aus ideologischen Beweggründen Bauern wirtschaftliche Schäden hinnehmen müssen und die Jäger in ihren jagdlichen Möglichkeiten eingeschänkt werden, Wildschäden zu verhindern."

Wenn die Jagdrechtsnovelle nicht noch geändert wird, befürchten Bauern, Jäger und der SPD-Abgeordnete Sakellariou gleichermaßen, dass der Frieden in den Gemeinden erheblich gestört wird. Wildschäden würden überhand nehmen und die Frage, wer dafür aufkommen soll, zwischen Landwirten, Jägern und Grundstückseigentümern zu heftigem Streit führen. Sakellariou habe erklärt, dass er dem Gesetz nur zustimmen könne, wenn die unmittelbaren Beteiligten die Neuregelung mittragen würden.