Untermünkheim Bauer darf Wasser abschöpfen

Gemüse wächst auf einem Acker bei Schönenberg. Zum Bewässern an heißen Tagen will ein Hof Bachwasser entnehmen. Archivfoto: Ufuk Arslan
Gemüse wächst auf einem Acker bei Schönenberg. Zum Bewässern an heißen Tagen will ein Hof Bachwasser entnehmen. Archivfoto: Ufuk Arslan
VIKTOR TASCHNER 25.01.2014
Ob ein Schönenberger Landwirt Wasser aus einem Bach entnehmen darf, darüber hat der Untermünkheimer Gemeinderat diskutiert. Die Räte bewilligten dem Ökobauern eine entsprechende Konzession.

"Wir sollten eine Endschaftsklausel vereinbaren. Dann ist klar, wer die Kosten eines eventuellen Rückbaus trägt", machte Gemeinderat Peter Busch deutlich. Das Gremium diskutierte über die Vergabe einer Konzession. Ein Öko-Landwirt möchte für seine Produktion an drei Stellen eines Bachlaufs bei Schönenberg Wasser abschöpfen.

Dazu sollen Schwellen aus Beton im Bach gelegt werden. Eine Einkerbung in der Schwelle sorgt dafür, dass eine Mindestmenge an Wasser im Bach bleibt. Eine Pumpwerk bringt das Wasser nach oben in die Leitungen. Nach einem Absetzbecken und einem Sammelbecken reinigt ein Kiesfilter das Wasser. Danach kann es aus dem Entnahmebecken für die Bewässerung genutzt werden.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, dem Ökobauern zunächst ein unbefristetes Recht zur Entnahme einzuräumen. Schnell war das Gremium einig, dass eine Befristung sinnvoll wäre, damit die Gemeinde auch künftig auf den Wasserverbrauch Einfluss nehmen kann. Doch wie lange eine solche Konzession laufen soll, darüber gab es unterschiedliche Auffassungen. Bürgermeister Christoph Maschke schlug zehn Jahre vor. "Das ist ein zu knapp bemessener Zeitraum. Der Antragsteller möchte viel Geld in das Projekt stecken", sagte Gemeinderat Rainer Kircher. Er schlug 15 Jahre vor. Auch Gemeinderat Hartmut Stenzel fand diesen Zeitraum für angemessen. Seine anfänglichen Bedenken, es werde womöglich zu stark in den Wasserhaushalt eingegriffen, seien ausgeräumt. Schließlich habe das Bau- und Umweltamt des Landkreises das Projekt geprüft und zugestimmt.

Der Gemeinderat beschloss, die Konzession auf 15 Jahre zu befristen und eine Kündigungsfrist zu vereinbaren. Zudem soll eine Endschaftsklausel eingefügt werden. Noch müssen weitere Vertragsdetails mit dem Antragsteller geklärt werden. Unter anderem geht es darum, wer Eigentümer der Leitungen ist und wie die Kosten verteilt werden.