Landkreis Bäume fällen ist jetzt bis September verboten - Voögel bauen schon Nistplätze

Ein stattlicher Birnbaum liegt auf dem Boden. Solche Rodungen sind bis Ende September verboten. Foto: Martin Zorzi
Ein stattlicher Birnbaum liegt auf dem Boden. Solche Rodungen sind bis Ende September verboten. Foto: Martin Zorzi
Landkreis / SWP 06.03.2014
Das Umweltzentrum für den Kreis weist darauf hin, dass seit 1. März das Fällen von Bäumen verboten ist. Ausgenommen davon sind der Wald und Plantagen. Dieses Verbot soll nistende Vögel schützen.

"Jetzt ist es vorbei mit der Holzerei", schreibt das Umweltzentrum in einer Pressemitteilung, denn der vorzeitige Frühlingsbeginn dulde keine Verlängerung. Deshalb weist das Umweltzentrum - die Vereinigung der Naturschutzverbände aus dem Kreis - darauf hin, dass laut Naturschutzgesetz bis auf spezielle Ausnahmen das Fällen von Bäumen sowie das Roden und Auf-Stock-Setzen von Hecken ab dem 1. März bis zum 30. September verboten ist. Wie Geschäftsführer Martin Zorzi schreibt, beklagten die Naturschutzverbände in diesem Winter einen "übermäßig hohen Motorsägeneinsatz an ökologisch wertvollen Gehölzen in der Landschaft und im Siedlungsumfeld".

Zorzi kündigt an, dass es keine kulante Handhabung dieses Termins gebe - im Vorjahr wurde wegen des langen Winters großzügig verfahren. Doch in diesem Jahr sei das wegen des schon anbrechenden Frühlings nicht machbar. Diese Sicht wurde den Naturschützern auch von der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt bestätigt. "Sollten dem Umweltzentrum Maßnahmen auffallen oder zu Ohren kommen, die nach dem 1. März erfolgt sind, wird es diese bei der Naturschutzbehörde anzeigen", kündigt Martin Zorzi an. Denn durch das warme Wetter hätten viele Vogelarten dieses Jahr ihren Nistplatz schon ausgewählt. Wenn dann Bäume oder Sträucher gefällt oder gestutzt werden, erleben dies die Tiere als Eingriff in ihr Revier - das führe bei ihnen zu Stress. Ausgenommen von dem Verbotstermin sind lediglich Bäume im Wald, Maßnahmen in gärtnerisch genutzten Flächen und Kurzumtriebsplantagen sowie vorsichtige Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses etwa an Obstbäumen.

Belegte Bruthöhlen und Nester dürfen jedoch in keinem Fall zerstört werden, betont Zorzi.

Info Auskünfte beim Umweltzentrum, Telefon (0791) 55967.

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