Bächlingen Backofenfest jährt sich zum 25. Mal und wird neu organisiert

Bächlingen / MANFRED MÜHLENSTEDT 26.08.2014
Nicht nur der Zwiebel-, Lauch- und Speckblooz ist beim Bächlinger Backtag am Sonntag voll aufgegangen. Als im alten Bächlinger Backhäusle gebacken wurde, ist auch die Saat der Bächlinger Eltern aufgegangen.

25 Jahre ist es her, dass das Bächlinger Backofenfest seine Premiere feierte. Am vergangenen Sonntag ließ die Jugend der Ortschaft diese Tradition wieder aufleben. Wenn auch zwischendrin und nebenbei die Kleinen gestillt, gewickelt, gefüttert und getröstet werden mussten - immer durften die Bäcker-Kinder dabei sein, mitarbeiten, ihren eigenen Blooz kneten, auswellen, belegen, backen lassen und essen.

Dafür war den Müttern und Vätern die Mühe nie zu groß. Jetzt nach 20 bis 25 Jahren konnten sie sich ziemlich entspannt zurücklehnen, die Jungen machen lassen, das Fest genießen und stolz zusehen, wie ihre Kinder der alten Tradition nachgingen. Im Vorfeld hat man sich systematisch das Know-how der Eltern zu allen notwendigen Arbeitsschritten gesichert. Das Experiment ist geglückt.

Gerade mal 19 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der 22 diesjährigen Macher des Bächlinger Backtages. Trotzdem hatten sie alles im Griff. Das Anheizen, das Belegen, das Backen. Natürlich konnten die Alten ihre kritischen Augen nicht einfach abwenden. Es gab viele gute Ratschläge, aber die Pioniere genossen ihre Auszeit.

Der Ansturm der Bloozliebhaber war gewaltig. Aber der Ofen gab den Takt vor. Anheizen, Temperatur überprüfen, abwarten, einschießen, backen. Die Gäste nahmens mit Geduld. Und so wurde das neue alte Bloozfest in Bächlingen zu dem, was man gemeinhin einen vollen Erfolg nennt.

Aber es war mehr. Die Alten waren dort, um die Jungen arbeiten zu sehen, die Bloozfreunde kamen, um die alten Spezialitäten zu genießen, und der Nachwuchs durfte sich bestätigt fühlen. Es war insgesamt ein Treffen, das alle genossen. Die, die schnabulierten, die, die plauderten, und die, die stolz darauf waren, dass die Jungen so ein Fest auf die Beine stellten. Vielleicht wird diese Tradition im nächsten Jahr fortgesetzt.