Das neue Einsatzfahrzeug ist eine Ersatzbeschaffung, da das bisherige Fahrzeug stark in die Jahre gekommen ist und deutliche Verschleißerscheinungen zeigte. Das sagte Bereitschaftsleiter Martin Setzer gestern in seiner Festrede.

So wurde vor etwa 18 Monaten in der Bereitschaft eine Arbeitsgruppe "Audi-AG" gegründet, deren Aufgabe es war, ein Konzept für ein neues Fahrzeug zu erarbeiten. Fahrzeugtyp und Form der Ausstattung standen relativ schnell fest. Die Frage blieb aber: Wie sollte das Ganze finanziert werden?

Zu diesem Zweck wurde im vergangenen Jahr eine Spendenaktion gestartet. Das Ergebnis dieses Aufrufs habe die Bereitschaft beinahe überrollt, stellte Setzer dankbar fest. Es kamen insgesamt etwa 45000 Euro zusammen. Das hatte niemand erwartet. Hinzu kam die Beteiligung der Gemeinde, die zwei Euro je Einwohner, also 11600 Euro zuschoss. Setzer bedankte sich bei Gemeinderat und Spendern. Gespendet haben viele Privatpersonen, Firmen und Vereine.

Bei dem neuen Einsatzfahrzeug handelt es sich um ein allradangetriebenes Yeti-Modell von Skoda. Dieses Fahrzeug verfügt neben moderner Sicherheitstechnik über eine entsprechende Bodenfreiheit, die in einer Gegend wie dem Mainhardter Wald wichtig ist. Ausgerüstet für den Einsatz im Rettungsdienst wurde das Fahrzeug bei der Firma Strobel in Wasseralfingen.

Die Gesamtkosten betragen etwa 39000 Euro. Das verbleibende Geld soll in Alarmierungs- und Funktechnik sowie moderne Navigationstechnik investiert werden. Setzer sagte, dass die Bereitschaft nach allen Möglichkeiten immer für die Bürger da sein wolle. Doch erinnerte er auch daran, dass dies alles auf ehrenamtlicher Basis erfolgt.

Gemeinderat Wolfgang Feuchter überbrachte in Vertretung für Bürgermeister Damian Komor die Grußworte und Glückwünsche der Gemeinde. Er dankte der Bereitschaft für ihren Einsatz rund um die Uhr. Er wünsche, dass das Fahrzeug zwar immer einsatzbereit ist, aber wenige Einsätze notwendig sind, so Feuchter. Die Mainhardter Bereitschaft sei eine der aktivsten Ortsgruppen innerhalb des Kreisverbandes, sagte der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Erich Scholz. Besonders lobte er die Jugendarbeit. Ein Projekt wie die Ersatzbeschaffung des Einsatzfahrzeugs alleine zu stemmen, lasse auch die Bedeutung des DRK innerhalb der Gemeinde erkennen.

Insgesamt werden etwa 150 Einsätze im Jahr ehrenamtlich geleistet. Hinzu kommen viele Übungs- und Ausbildungsstunden. Die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft wirke sich auf die Qualität des Rettungsdienstes aus, so Scholz weiter. Die Bedeutung eines gut funktionierenden "Helfer vor Ort"-Systems könne nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Auch die Ortsgruppenvorsitzende der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Meta Schoch, gratulierte zu der Anschaffung - und brachte ein Geschenk mit. Sie überreichte der Mainhardter DRK-Bereitschaft einen Spendencheck der DLRG-Ortsgruppe Mainhardt über 500 Euro.