Landkreis Aufgegabelt: Das Baby, der Doppelgänger und der Anstich

Klaus Stolz oder doch Reinhold Messner? - das ist hier die Frage.
Klaus Stolz oder doch Reinhold Messner? - das ist hier die Frage. © Foto: Jens Sitarek
JS/HAZ 23.05.2015
Buckenweiler ist ein kleiner Teilort in der Gemeinde Fichtenau, in dem im Verhältnis zur Einwohnerzahl viele Flüchtlinge untergebracht sind. Ende des Jahres waren es 57 Flüchtlinge und 123 Einwohner.

Wie hoch auch immer die Zahl der Flüchtlinge gerade ist, sie hat sich auf erfreuliche Weise erhöht. Eine Frau aus Nigeria hat vor Kurzem ein Baby zur Welt gebracht, einen Jungen. Wegen der geografischen Nähe passierte das Ganze im Krankenhaus von Dinkelsbühl.

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Klaus Stolz betreibt einen kleinen Himalaya-Laden in Langenburg. Zudem organisiert er Trekkingtouren nach Nepal, aber nach der Erdbebenkatastrophe ist dort nichts mehr, wie es vorher war. Zusammen mit seiner nepalesischen Frau Padam Kumari Sherpa sammelt Stolz deshalb Geld, um den Opfern zu helfen. Er weiß, wo gerade Hilfe gebraucht wird. Seit 40 Jahren bereist Stolz das Land. In seinem Laden gibt es viele Dinge, die an seine vielen Reisen erinnern. In einem Bilderrahmen knapp unter der Decke findet sich ein Zertifikat, das darüber Auskunft gibt, dass Stolz Anfang 1999 mal im Everest-Basecamp auf 5600 Metern war. Natürlich ging es für Stolz in seinem Leben auch schon höher hinaus, aber das Basecamp ist eben etwas Besonderes. Es gibt immer wieder Leute, die behaupten, dass er auf dem Foto aussehe wie Bergsteiger-Legende Reinhold Messner. Im Unterschied zu Stolz stand der aber schon zweimal auf dem Gipfel des Mount Everest, mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde.

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Gut vorbereitet hat sich Bürgermeisterin Petra Weber auf eine ganz besondere Premiere, die heute auf dem Hohenloher Volksfest in Blaufelden über die Bühne geht. Wie es nämlich der Bierproben-Brauch will, muss stets das Gemeindeoberhaupt das (offiziell) erste Fass Bier bei einem solchen Volksfest anstechen - eine zuweilen überschäumende Angelegenheit, bei der die nötigen Holzhammerschläge stets peinlichst genau vom Publikum gezählt werden. Genau diese heikle Aufgabe wartet heute um 20 Uhr im Festzelt neben der Markthalle auf die im Februar neu gewählte Bürgermeisterin. Petra Weber kann den Fassanstich gelassen angehen: Beim kommunalen Bauhof absolvierte sie ein Training in dieser Disziplin - durchaus mit Erfolg, wie man hörte.