Christel Pfänder, die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereines Synagoge Michelbach, begleitete die Gruppe aus Amerika und besichtigte mit den Gästen die Synagoge in Michelbach und den jüdischen Friedhof. Zu ihrer Freude konnten sie dort Gräber ihrer Ahnen entdecken.

Da die Vorfahren aller fünf Besucher aus Hengstfeld stammen, war der Wunschkatalog der Besichtigungen sehr groß. Sie wollten die Wohnhäuser ihrer Vorfahren sehen und besonders die ehemalige Synagoge und die Mikwe. Roland Jakel hatte eigens ein Programm vorbereitet und konnte ihnen die Häuser zeigen und viel über diese erzählen.

Seit dem Wegzug des letzten Juden aus Hengstfeld ist mehr als ein Jahrhundert vergangen und Abbruch- und Renovierungsarbeiten haben vieles verändert. Aus der Synagoge wurde ein modernes Wohnhaus. Die Besitzer luden die Besucher in ihr Haus ein, auch wenn von einer Synagoge nichts mehr zu erkennen war. Die ehemalige Mikwe, früher auch Schule und Wohnung des Vorbeters, ist ebenfalls seit vielen Jahrzehnten ein Wohnhaus.

Roland Jakel zeigte den Gästen unter anderem das ehemalige jüdische Gasthaus Jandorf in der Kurzen Straße. All das war ihnen aus Erzählungen ihrer Groß- und Urgroßeltern gut bekannt.

Von großer Bedeutung war für die Besuchergruppe auch das Elternhaus von Kommerzienrat Adolf Jandorf, dem Begründer des KaDeWe in Berlin, und die Erinnerungstafel an ihn, die an dessen alter Schule angebracht wurde. Heute ist sie die Ortsverwaltungsstelle.