Gerabronn Auf der Suche nach Geldgebern

Gerabronn / Erwin Zoll 09.11.2018
Der im vergangenen Jahr gegründete Förderverein Neue Sporthalle Gerabronn hat einen weiten Weg vor sich. Sein Vorsitzender Otto Walch aber optimistisch, dass das Projekt gelingen wird.

Dass es zehn Jahre dauern kann, bis in Gerabronn eine neue Sporthalle steht, darüber ist sich Otto Walch im Klaren. „Bis dahin muss sich etwas tun“, sagt der 61-jährige Diplom-Ingenieur, der seit dem Mai 2017 an der Spitze des Fördervereins Neue Sporthalle Gerabronn steht.

Inzwischen ist der Verein unter der Nummer VR 72 11 32 beim Amtsgericht Ulm in das Vereinsregister eingetragen. Das Finanzamt hat ihm die Gemeinnützigkeit bescheinigt – alle Regularien sind erledigt. Bei der Herbstmesse im vergangenen Jahr ist der Verein zum ersten Mal öffentlich aufgetreten; dort hat er den Getränkeausschank übernommen und sein Anliegen erläutert.

Dieses Anliegen ist keine Kleinigkeit: Eine neue, dreifach teilbare Sporthalle soll es sein, weil die Stadthalle den Bedarf der Sportler, aber auch den der Schulen bei Weitem nicht deckt. Derzeit müssen die TSV-Handballer ihre Spiele in Crailsheim austragen, auch die Fußballer brauchen Platz in einer Halle –  sowohl die aus Gerabronn, als auch die aus dem Teilort Dünsbach. Zumal die Stadthalle bei Veranstaltungen für den Schulsport nicht immer verfügbar ist.

Was eine Sporthalle kosten wird, steht noch in den Sternen. Otto Walch geht von drei Millionen Euro aus. „Der Förderverein kann eine solche Halle weder mit Mitgliedsbeiträgen finanzieren, noch in Eigenleistung bauen“, sagt Walch. Deswegen ist er mit seinen Mitstreitern im Vereinsvorstand auf der Suche nach Geldgebern. Hilfe findet er bei Bürgermeister Christian Mauch, der bereit ist, die Suche nach Sponsoren mit einem Empfehlungsschreiben zu unterstützen.

Befürworter im Gemeinderat

Befürworter des Projekts gibt es auch im Gemeinderat – allein fünf Mitglieder des Stadtparlaments sind dem Förderverein inzwischen beigetreten. Der Bürgermeister ist bereit, eine neue Sporthalle in die Finanzplanung für die Jahre 2024 bis 2029 aufzunehmen, wenn es Zuschüsse gibt. „Mit einem Zuschuss von 80 Prozent ist das Projekt umsetzbar, mit 30 Prozent kämen wir jedoch nicht weit“, sagte Mauch im Gespräch mit unserer Zeitung.

Neue Überlegungen gibt es für den Standort einer neuen Sporthalle. Bisher hatte der Förderverein den provisorischen Parkplatz nördlich der Stadthalle im Blick. Inzwischen wird jedoch auch über das Areal der ehemaligen Spinnerei Bauer, südlich der Stadthalle, diskutiert. Der Haken dabei: Das Gelände ist immer noch in Privateigentum. „Der Eigentümer hat schon mehrfach gewechselt – zu Preisen jenseits von Gut und Böse“, berichtet Christian Mauch. Grundsätzlich kann sich der Bürgermeister vorstellen, das Areal zu kaufen. „Wenn wir es günstig haben könnten, würden wir es nehmen“, sagt Mauch, „als Standort für eine Sporthalle wäre es perfekt.“„Wir nehmen Fahrt auf.“ Das hat Otto Walch als Motto für die nächste Zeit ausgegeben. Der Förderverein will die Öffentlichkeitsarbeit verstärken, zum Beispiel mit einem Faltblatt und einer Homepage. Und er will die Sporthalle auch im Vorfeld der Gemeinderatswahl im Mai 2019 zum Thema machen.

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