Gerabronn Auf der Suche nach der Ursache

Gerabronn / Birgit Trinkle 29.06.2018
Nach wie vor ist das Wasser in Teilen Gerabronns, Blaufeldens und Langenburgs mit Keimen belastet.

Zwei Dinge sind wichtig im Zusammenhang mit Gera­bronns verkeimtem Wasser: Im Stadtgebiet und in einigen Teilorten, in Teilorten Blaufeldens sowie in Hürden und Neuhof bei Langenburg ist nach wie vor und bis auf Weiteres das Wasser abzukochen. Der Einzelhandel ist informiert und will sich entsprechend mit stillem Wasser eindecken – das erneut gleich am ersten Tag ausverkauft war. Zweitens sucht der Trinkwasserversorger HWG „mit Hochdruck“ nach der Ursache der Verkeimung. Die Wasserproben an der Zuleitung zum Hochbehälter waren unauffällig, sodass derzeit die Hydraulik und die Wasserkammern des Hochbehälters und des Wasserturms untersucht werden. Gleichzeitig werden im gesamten Ortsnetz Proben genommen, um die Eingrenzung auf Hochbehälter und Wasserturm zu bestätigen.

Nachdem die HWG bei Kontrollwasserproben in Gerabronn erneut Grenzwertüberschreitungen im Bereich „Coliforme Keime“ festgestellt hatte, gilt seit Dienstag bereits zum zweiten Mal in kurzer Zeit ein Abkochgebot. Mit der Chlorierung des Trinkwassers wurde noch am selben Tag begonnen, außerdem nach der kompletten Entleerung mit der gründlichen Inspizierung, Reinigung und Desinfizierung der Wasserkammern im Hochbehälter; danach steht die Wasserkammer des Turms an. Auf Anweisung des Gesundheitsamts wird dann voraussichtlich noch eine Zeit lang gechlort, um sicherzugehen, dass alle Keime beseitigt sind. Am Donnerstag machten sich Vertreter des Gesundheitsamtes, der HWG und der Stadt am Wasserturm selbst ein Bild.

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