Ilshofen Ferienprogramm: auf den Spuren der Eskimos

Ilshofen / Luca Schmidt 02.08.2018
Bei der momentanen Hitzewelle hilft nur: ab an den See oder das Freibad – so wie die Teilnehmer beim Kinderferienprogramm Ilshofen. Sie verbrachten einen Tag am Degenbachstausee.

An den See fahren, mit dem Boot darauf herumpaddeln und baden gehen – das ist bei der aktuellen Hitzewelle das einzig Richtige. Genau das dachten sich wohl auch die acht Jugendlichen und ihre drei Begleiterinnen beim Ilshofener Ferienprogramm: Sie fuhren mit Kajaks an den Degenbachstausee bei Jagstheim.

Viele Jugendliche waren bereits in den vergangenen Jahren beim Kajakfahren dabei – und trotzdem ist das Steuern und Einsteigen in das Kajak nicht ohne. „Am Anfang ist es immer etwas wackelig. Das Schwierigste ist aber das Einsteigen, wenn man im Wasser ist“, sagt der 14-jährige Manuel. Spaß mache es vor allem, Wettrennen zu fahren – aber auch die Lenkung eines Kajaks erfordert etwas Geschick. „Das ist eine Herausforderung“, sagt Marion Beyerbach. Die Jugendsozialarbeiterin ist als Betreuerin dabei.

Klein und wendig

Gefahren wird auf dem Degenbachstausee mit Wildwasserkajaks. „Die sind im Vergleich zu Seekajaks kleiner und wendiger“, sagt Beyerbach. Die Kajaks wurden ursprünglich von Eskimos benutzt, um auf die Jagd zu gehen – und auf die „Jagd“ gehen die Jugendlichen auch. Allerdings nicht nach Robben oder Eisbären, sondern nach einem Paddel: Bei einem Spiel hat einer der Teilnehmer ein zweites Paddel auf seinem Boot und muss versuchen, damit vor den anderen zu flüchten. Seine Verfolger versuchen, ihm das Paddel zu stehlen. Schafft es einer von ihnen, wird er zum Gejagten.

Das Hobby im Urlaub entdeckt

Marion Beyerbach bietet das Kajakfahren seit 13 Jahren beim Kinderferienprogramm an. „Angefangen haben wir am Dörrmenzer See, der ist aber nur wenig durchflutet“, sagt Beyerbach. Sie fährt in ihrer Freizeit selbst gerne Kajak. „Das geht hier auf der Jagst und dem Kocher, bei Hochwasser auch auf der Brettach“, sagt Marion Beyerbach. Außerdem könne man in den Alpen Kajak fahren – dort hat sie es einst im Urlaub gesehen und ausprobiert.

„Nicht so einfach“

Zwei weitere Betreuerinnen sind die Schülerinnen Evelyn Zahner und Sabrina Schlipf. „Wir waren früher selbst als Teilnehmer beim Kajakfahren“, sagt Evelyn Zahner. Mittlerweile sind die beiden schon zum dritten Mal als Begleitung der Jugendlichen dabei. „Wenn mal ein Kajak frei ist, dann fahren wir auch selber“, sagt Sabrina Schlipf. Trotz der Erfahrung bestätigen sie: Das Steuern eines Kajaks ist nicht so einfach.

Wir begleiten das Kinderferienprogramm

Von Donnerstag an stellen die Redaktionen unserer Zeitungen verschiedene Veranstaltungen der Kinderferienprogramme in der Region vor.

Wer Kajakfahren einmal ausprobieren möchte, kann dies in der Region beim Kanu-Club Hohenlohe tun. Mehr Infos zum Verein gibt es online unter www.kanuclub-hohenlohe.net. luc

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