Blaufelden Auch ohne Karte sicher zum Ziel der Wanderung

Die beiden Gau-Wegmeister Peter Egelhof und Erwin Walther (rechts) erklären in Blaufelden die "Kombi-Schilder" des neuen Jagststeigs. Foto: Lothar Schwandt
Die beiden Gau-Wegmeister Peter Egelhof und Erwin Walther (rechts) erklären in Blaufelden die "Kombi-Schilder" des neuen Jagststeigs. Foto: Lothar Schwandt
Blaufelden / LOTHAR SCHWANDT 30.03.2012
Gleich zwei Arbeitstagungen hielt der Burgberg-Tauber-Gau in Blaufelden ab: Im Hauptort tauschten sich die Wegwarte aus, und in Wiesenbach trafen sich schon vor einer Woche die Wanderwarte im Gau.

Bei der Frühjahrstagung der Wegwarte präsentierte Gau-Wegmeister Peter Egelhof eindrucksvolle Zahlen: 762 Kilometer umfasst derzeit das vom Schwäbischen Albverein betreute Netz an Wanderwegen, für die nahezu 700 Arbeitsstunden der 18 Wegwarte im Gau aufgewendet wurden. "Dabei sind die vielen Stunden, die allein für die Wege-Zertifizierung des Jagst- und Kochersteigs benötigt wurden, noch gar nicht einberechnet", ergänzte Erwin Walther, der für den Nordteil des umfangreichen Wandergebietes zuständig ist. Dieser Qualitätsnachweis von Gebietswanderwegen sei erforderlich, weil sowohl Touristen als auch Tourismusverbände immer anspruchsvoller werden. Dass auf diesem wachsenden Markt auch der Albverein als größter deutscher Wanderverband auch in Zukunft mitmischen will, zeigt sich auch bei der nicht unumstrittenen Beschilderung von Wanderwegen in Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden. Vorreiter im Gebiet ist hier die Kurstadt Bad Mergentheim, die demnächst eine Neubeschilderung vornimmt.

An mehreren Beispielen demonstrierte Egelhof den Wegwarten, wie auch ortsfremde Wanderer ohne Karte sicher im Gelände geführt werden sollen.

Statt der sonst üblichen Auftaktwanderung begannen diesmal beide Arbeitstagungen mit einer Betriebsbesichtigung. Die Wegwarte zeigten sich von der restaurierten, 100 Jahre alten Wasserpumpe im ehemaligen Pumpwerk Blaufelden beeindruckt. Gerhard Kraft bilanzierte über 600 Arbeitsstunden für die Instandsetzung. Die Wanderwarte wiederum ließen sich von Rudi Hütter die Produktionstechnik und Logistik der Firma Bosch in Wiesenbach erklären.

Helmut Müller wies darauf hin, dass der Schwäbische Albverein mit den beiden Etappenwanderungen auf den Hauptwanderwegen HW 3 im Taubergrund und Jagsttal und auf dem HW 4 von Ellwangen nach Unterkochen gleich zwei Höhepunkte in der Region im zeitigen Frühjahr anbietet. Ansonsten zeigte sich Müller zuversichtlich, dass 2012 die "magische" Teilnehmermarke von 15 000 Mitwanderern im Gau erreicht werden kann.

Info Nähere Auskünfte zum Jahreskalender des Burgberg-Tauber-Gaues gibt es im Internet unter www.schwaebischer-albverein.de/burgberggau oder bei Helmut Müller, Telefon 0 79 53 / 4 63.