Unterdeufstetten Auch gestern war wieder der Teufel los

Unterdeufstetten / DANIELA RÖHLING 11.02.2013
Trolle, Zwerge, Elfen und allerlei teuflische Gesellen hatten am Sonntag Vorfahrt in Unterdeufstetten. Die Rotachtaler Musikanten luden zum Faschingsumzug, und ein ganzes Dorf nahm teil.

"Gerade das macht uns aus", meint Thomas Siepmann, Vorsitzender der Rotachtaler: "Wir halten hier alle noch zusammen." Deshalb geht der kleine, aber feine Fachingsumzug heuer in seine 12. Auflage. "Heute ist der Teufel los" - das ist nicht nur Motto eines Rotachtaler Umzugwagens, sondern auch Programm.

Langsam, mit vielen Pausen schlängeln sich die zwölf Mottowagen durch die Ortschaft. Mit viel Beats und Lautstärke beschallen phantasievolle, fahrbare "Narrenschiffe" die Straßen. Die Rotachtaler machten sich bereits Anfang Januar daran, ihre Wagen kunstvoll zu gestalten. Der Rotachtaler Teufel Ernst Utz war dabei federführender Gestalter: "Ein alter Mistwagen, Spanplatten und schwarze Folie als Grundausstattung, dazu etwas Phantasie und gestalterisches Können - und die ,fahrbare Hölle war fertig", freut er sich. "Und die Kostüme kaufen wir jedes Jahr neu", fügt Thomas Siepmann hinzu. Schließlich wolle man ja aktuell bleiben: "Bei mir füllt das Zeugs schon einen ganzen Kleiderschrank."

Locker nimmt es der Veranstalter mit den Teilnahmebedingungen: Jeder kann mitmachen. Das nahm sich auch das "Seniorenstift auf den Wäldern" zu Herzen. Dem Opa schnell die Krücken und den Rollator geklaut und los gehtss. "Die Idee", erklären Max Meiser und Johannes Neff, "haben wir einer Comedyserie geklaut: Da machen ältere Leute Quatsch und nehmen sich selbst auf den Arm." Perfekt für einen Quereinstieg in den Faschingsumzug. Und auch nach dem heiteren Umzug ist noch lange nicht Schluss. Ziel der Narren ist die Turnhalle. Dort geht es beim Kinderfasching lustig weiter. . .