Michelbach Architekt: Sanierung der Michelbacher Schulturnhalle kostet rund 647.000 Euro

Michelbach / SIGRID BAUER 05.03.2014
Dass die Michelbacher Schulturnhalle saniert werden muss, steht schon länger fest. Das Architekturbüro Rothacker hat den Gemeinderat über die Mängel und die voraussichtlichen Kosten informiert.

Einen wichtigen Teil der geplanten Baumaßnahmen nimmt die Modernisierung des Brandschutzes ein. Dieser macht einige Umbauten nötig. So muss etwa im Technikraum im Keller eine Wand eingezogen werden, um die Notstromanlage abzutrennen. Gleiches gilt für Heizungs- und Lüftungsraum: Sie dürfen nicht wie bisher in einem Bereich liegen. Der Durchgang zwischen den Räumen muss mit einer Brandschutztür verschlossen sein. Brandsichere Türen müssen auch zwischen Männerumkleidekabine im Untergeschoss und dem Erdgeschoss der Schule sowie zwischen Küche und Technikraum im Erdgeschoss eingebaut werden. Wo die Zentrale der Brandmeldeanlage installiert wird, müsse er noch mit der Feuerwehr abklären, so Architekt Markus Rothacker.

Der Zustand im Eingangsbereich ist noch relativ gut. Dagegen müssen einige Fenster komplett ausgetauscht werden. Das bisher vollkommen ungedämmte Dach soll in den Schrägen eine Minimaldämmung bekommen, so das Vorhaben. Mehr Dämmung sei nicht möglich, weil die Dachkonstruktion nur auf eine Tragfähigkeit von fünf Kilogramm pro Quadratmeter ausgelegt ist, erklärte Rothacker.

Der Zeitplan für die Wärmedämmung werde eher schwierig, meinte Bürgermeister Werner Dörr. Er wies darauf hin, dass es im Dachstuhl während der Sommerferien unerträglich heiß sei, aber andererseits der Schul- und Vereinsbetrieb durch die Bauarbeiten möglichst wenig beeinträchtigt werden soll. Dörr trat dafür ein, die Hallenbeleuchtung durch eine LED-Anlage, für die Zuschüsse vom Land zu erhalten seien, zu ersetzen.

Das müsste der Gemeinderat in der März-Sitzung beschließen, um den Antrag noch rechtzeitig stellen zu können. Die Kosten von 26.000 Euro für die neue Hallenbeleuchtung würden sich nach Ansicht von Markus Rothacker innerhalb von drei bis fünf Jahren amortisieren.

Diskutiert haben die Räte auch über den Hallenanbau, der derzeit lediglich als Stuhllager dient. Für diesen Zweck würde es reichen, die maroden Fenster zu entfernen und kleinere Fenster einzubauen. Sollte der Raum auch für andere Zwecke genutzt werden, könne eine aufwendigere Sanierung oder auch ein Neubau sinnvoll sein, war das Fazit der Diskussion. Festgelegt wurde aber noch nichts.

Die Gesamtkosten der Sanierung ohne weitere Dämmung der Fassade kalkuliert das Architekturbüro auf 647000 Euro. Davon ausgehend, dass die Kirche als Miteigentümer der Halle 50 Prozent der Kosten trägt und die Gemeinde einen Landeszuschuss erhält, bleibt ihr ein Betrag von rund 150.000 bis 170.000 Euro zu finanzieren.

Wie sich Gemeinde und Kirche die Kosten teilen
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